Also laut Holstein-Seite waren 800 Holsteiner in Bochum. Gefühlt war der Stehblock jedoch nahe an der Kapazitätsgrenze. Man sieht auf den TV-Bildern auch, daß dort nicht mehr viel Platz war. Aus dem Block rein- und rauszukommen geriet zur Nervenprobe.
Das Positive daran: Die Stimmung war kraftvoll - Besonders in der zweiten Hälfte. Die Ultras waren dann so schlau zwei Einheizer unten und einem über dem Blockeingang, ziemlich mittig im Block zu platzieren. Das stellte sich, ebenso wie die Leistungssteigerung unserer Mannschaft in Häfte zwei, als sehr förderlich für die Mitmachquote heraus. Es war schon wirklich eindrucksvoll, wie laut wir sein konnten.
Ich habe mir das Spiel nach dem Heimkommen nochmal im TV angeschaut und war stolz auf den Support. Wir waren doch recht gut zu vernehmen. Klar, ist dennoch Luft nach oben, aber das war schon eindruckvoll. Es war wunderbar, ein Teil dieser Gruppe sein zu dürfen.
Im legendären Ruhrstadion in Buchum Grönemeyers "Bochum" zu hören war auch etwas ganz besonderes. Nicht nur weil es vermutlich die kultigste Fanhymne ist, auch weil jeder das Lied kennt und man nun an diesem Ort mittendrin dabei war. Überhaupt war die Reise wirklich super: Wenig Verkehr auf den Autobahnen, Stadion direkt neben der Autobahn, Parken im Parkhaus sehr nah am Stadion für EUR 3,50, ausreichende Verpflegung, freundliche Gastgeber, alles friedlich.
Über das Spiel ist ja schon eine Menge gesagt worden: Für mich die wichtigsten Punkte zum unterstreichen:
Mann des Spiels zweifellos Domme Schmidt, der gestern für Czichos nicht nur Abwehrchef, sondern auch Kapitän der Mannschaft war und mit seinen zwei Rettungstaten den Punktegewinn überhaupt ermöglicht hat. Klasse Leistung!
Ducksch hatte, besonders nach seinem tollen Tor, richtig Hummeln im Hintern. Ob ihn die Duuuuucksch-Duuuuucksch-Rufe zusätzlich angeheizt haben? Man merkte, er wollte unbedingt noch ein zweites Tor schießen. Eindeutig wieder mit ansteigender Form und dem Willen zum Sieg. Richtig klasse.
Dr. Peitz fand ich keinesfalls so schlecht, wie manche hier schrieben. Klar geht nicht alles gut, aber ein ungemein wichtiger Stabilisator vor der Abwehr. Gut, daß er im Herbst seines Fußballerlebens noch so drauf ist.
Lewerenz und Mühling, der in der erste Hälfte leider wieder wie Bieler spielte, haben deutlich Luft nach oben. Besonders bei Lewerenz fragt man sich, ob das noch der gleiche Spieler ist der in der Hinrunde so stark aufgetreten ist. Von Schindler habe ich auch schon besseres gesehen. Kinsombi ist vor der Viererkette besser aufgehoben.
Kenny hat in einigen Szenzen klasse gehalten, jedoch einige Böcke geschossen die man sonst nicht von ihm kennt. Aber was macht eine Mannschaft aus? Wenn der eine patzt, was jedem immer mal passieren kann, ist der nächste da.
Daher die Szene des Spiels: Schmidt rettet auf der Linie und bügelt Kenny's Bock aus, der schnappt sich gleich mal den Captain mit einem energischen: "Vielen Dank, lieber Herr Schmidt!" oder so ähnlich
