KSV-Taktik

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DSummer
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Re: KSV-Taktik

Beitrag von DSummer » Sa 19. Mai 2018, 18:50

Relegationshinspiel, 17.05.18, 20:30, VfL Wolfsburg - Holstein Kiel 3:1

Auch wenn noch keine Entscheidung gefallen ist, sind die Kieler Chancen im Rückspiel das Blatt zu wenden nach der verdienten Niederlage zu einer schweren Aufgabe geworden.

Startaufstellungen

Das Kieler Trainerteam konnte aus den vollen Schöpfen. Nach den vielen Wechseln gegen Braunschweig, lief in Wolfsburg die erste Elf auf. Peitz spielte hinter Kinsombi im Mittelfeld auf der 6. Lewerenz blieb nach seiner starken Vorstellung am vergangenem Sonntag in der Startaufstellung, rückte jedoch vom rechten Flügel auf den linken. Kiel spielte im bekannten 4-1-4-1.
Reelgation_Hinspiel_Aufstellung.jpg
Das Trainerteam um Bruno Labbadia musste verletzungsbedingt Kapitän Verhaegh ersetzen durch Udokhai. Wolfsburg spielte taktisch in einem System das offensiv zwischen 4-3-3, 4-1-4-1 und defensiv zu einem 4-2-3-1 wechselte.

Wolfsburg kontrolliert das Spiel

Wolfsburg spielte ähnlich wie im letzten Ligaspiel gegen Köln. Der grundlegende Plan der Gastgeber sah vor, Kiels Abwehr über die Flügel zu hinterspielen und von dort variabel ins Zentrum zu ziehen oder den Pass in den Rückraum der Abwehr zu suchen (hier in der Spielvorschau ebenfalls nachzulesen) Im Spielaufbau staffelte sich das Team im 2-3-2-3. Die Innenverteidiger Brooks und Knoche gaben als erste Anspielstation für einen flachen Spielaufbau die Breite im Spiel vor. Sofern keine Anspielstation zu finden war oder Kiel stark auf Seite verschob, suchten sie mit langen Diagonalbällen Origi in der letzten Linie. So fand Knoche mit einem langen Ball beim zweiten Tor der Wolfsburger zwar nicht Origi, brachte aber Schmidt zu einem quergeklärten Kopfball den Brekalo mit einem sehenswerten Fernschuss an der Strafraumgrenze verwerten konnte.

Guilavogui besetzte den 6er-Raum, die Außenverteidiger schoben auf seine Höhe vor. Malli und Arnold rückten ebenfalls eine Linie vor, hinter die hoch positionierten Flügelstürmer Brekalo, Steffen und Stürmer Origi.

Wolfsburg eröffnete seine Spielzüge mit flachen Vertikalpässen in den offensiven Halbraum auf die Mittelffeldreihe oder Origi, der solch ein Zuspiel mit einer guten Ballannahme und Drehung in Richtung des Kieler Zentrums vorlegen konnte, die Kieler Abwehr auf sich zog und mit einem Diagonalpass den einlaufenden Malli fand, der Kronholm mit viel Tempo zum dritten Tor umlaufen konnte.

Malli und Arnold trieben den Ball von dort schnell auf die Außen, die auf die jeweilige Angriffsseite verschoben. So entstanden viele 1gegen1-Duelle im Übergang zwischen dem mittleren und dem Kieler Drittel. Wolfsburg spielte von den Flügeln ins Zentrum, schob Kiel so in die Mitte zusammen und suchte dann wieder den Weg nach Außen oder den offensiven Halbraum entlang an der Strafraumgrenze.

Die folgende Grafik zeigt die typischen Teambewegungen Wolfsburgs bei eigenem Spielaufbau.
Relegation_Wolfsburg_Offensiv.jpg
Wolfsburg konnte das Kieler Pressing in diesen Zonen auf dem Flügel aufgrund zu großer Abstände der Kieler durchspielen oder mit schnellen Antritten an den Kielern vorbeidribbeln. Dies zog Kiel wieder auseinander. Die Kombination beider Bewegungen, nach Innen ziehen, dann wieder nach Außen, mit dem schnell und diagonal vorrückenden Wolfsburgern verursachte auf Kieler Seite einige Zuordnungs- und Stellungsprobleme.

Die abwartende Zweikampführung der Gäste begünstigte die Wölfen mit ihren individuell starken Spielern zusätzlich in diesen Aktionen, sodass Kiel nur selten das Tempo aus den Aktionen herausnehmen konnte. Malli nutzte dies beim 1:0 aus und konnte sich am rechten Strafraumrand an drei Kieler Spielern vorbeispielen und anschießend noch einen guten Pass in den Rückraum spielen.

Das Wolfsburger Mittelfeld suchte auch mit Steilpässen hinter die Außenverteidiung Kiels die hinterlaufenden Brekalo und Steffen. Auf der rechten offensiven Seite um Brekalo versuchte Wolfsburg eher über Dribblings und Pässe in den Rückraum zum Erfolg zu kommen, über die linke Seite erfolgten eher Flanken in Richtung des zweiten Pfostens.

Kiel hatte Probleme die Steilpässe in den offensiven Halbraum zu verteidigen. Oftmals wich Origi als Passempfänger in den Halbraum und konnte sich dort geschickt im Zweikampf durchsetzen. Vor allem in Dribblings gegen Peitz konnten die Wolfsburger ihre individuelle Qualität und Wendigkeit ausspielen.

Kiel zu passiv

Das Kieler Pressing entwickelte nicht die Wirkung wie in vielen Ligaspielen. Die Kieler standen zu weit weg von ihren Gegenspielern und gingen oft nur vorsichtig in die Zweikämpfe. Sie begleiteten die Wolfsburger mehr, als dass sie sie störten. Vielleicht hemmten die drohenden Gelbsperren für das Rückspiel einige Kieler, eventuell war es der Respekt vor der Aufgabe Relegation.

Diese zurückhaltende Verteidigung zog sich durch alle Mannschaftsteile der Kieler. Wolfsburg hatte dadurch Zeit und konnte mit guten Pässen und Laufwegen schnell aus der eigenen Hälfte nach vorne spielen. Ducksch startete das Pressing, sobald der Innenverteidiger auf eine Seite rückte und verfolgte diesen auch bis in die eigene Hälfte. Dort verlor er für das Kieler Offensivspiel nach eigenen Ballgewinnen seine Offensivgefahr.

Peitz und Kinsombi wechselten die 6er-Position in einigen Szenen. Peitz rückte dann ins Mittelfeld ins Pressing vor. Peitz bzw. Kinsombi verfolgten Malli und teilweise Arnold in Manndeckung im Zentrum bis auf die Außenpositionen, wo Kiel in Kombination mit Außenverteidiger und Flügelstürmer ein enges Pressingnetz um den balführenden Wolfsburger ziehen wollten.

Auf Kieler Seite entstanden durch die vielen zurückweichenden Laufwege Kinsombis oft eine Doppel-6. Die Absicherung war jedoch nicht immer gut abgestimmt. Teilweise vernachlässigten Kinsombi und Peitz das Zentrum, indem sie beide zu weit rausrückten, teilweise standen sie nicht kompakt genug, sodass sie leicht umspielt werden konnte.

Auch auf den Flügeln mussten die Kieler Außen bei der Defensivarbeit stark zurückweichen. Drexler bzw. Lewerenz übernahmen dabei die Position des Außenverteidigers, sofern Herrmann bzw. van den Bergh im Pressing rausgerückt waren. Die Vielzahl an defensiven Positionsverschiebungen auf Kieler Seite gegen die schnellen Wölfe boten diesen immer wieder Raum für gefährliche Angriffe über die Flügel.

Kiel in der Offensive

Gegen den Ball spielte Wolfsburg im 4-2-3-1 oder im 4-1-4-1. Dadurch wurde den Kieler Angriffsbemühungen das Zentrum zugestellt und die Flügel angeboten. Peitz wurde von Malli in Manndeckung genommen, Herrmann von Arnold und van den Bergh von Steffen. So waren die drei Anspielstationen im Kieler Mittelfeld blockiert. Kiel griff nun zu langen Bällen über das Mittelfeld oder einer der Flügelstürmer wich zurück und bot sich als Prellspieler an. Die Folgekombinationen liefen dann mit zwei schnellen Pässen zunächst zurück und dann vertikal in den offensiven Halbraum oder ins Zentrum hinter die Wolfsburger Pressinglinie.

Kam Kiel in diese schnellen Kombinationen offenbarten die Gastgeber Räume vor der eigenen Abwehr, die dann aus dem Abwehrverbund herausrücken musste. Kiel konnte dann die Räume hinter den rausrückenden Abwehrspielern mit Steilpässen erreichen und für Torgefahr sorgen. Beim Kieler Ausgleichstreffer durch Schindler zeigte Holstein über die rechte Seite solch eine Offensivaktion, bei der Drexler an der Grundlinie zwei Gegenspieler ausspielte und Schindler im Zentrum nach Zuspiel traf.

In der nachfolgenden Grafik sind die tyischen Kieler Offensivbewegungen zu sehen:
Relegation_Kiel_Offensiv.jpg
Insgesamt hatte Wolfsburg das Spiel über 70 Minuten im Griff. Erst als Kiel im Laufe der zweiten Halbzeit nach dem 3:1 Rückstand als Kollektiv weiter nach vorne rückte, konnten sie diese Schwachpunkte abmildern, möglicherweise auch in Kombination mit den nachlassenden Kräften der Wolfsburger und dem Fokus dieser auf schnelle Gegenstöße.

Kiel drückte die Wolfsburger nach längeren Ballphasen in die eigene Hälfte. Seydel brachte nach seiner Einwechslung auf dem linken Flügel mehr Zug zum Tor und Zweikampfpräsenz mit sich. Ebenfalls konnte das Zurückrücken von Kinsombi auf die 6 nach der Einwechslung von Mühling für Peitz im Zentrum dynamischere Reaktionen auf den Gegner zu und die Ballsicherheit bei flachen Zuspielen stieg an.

Kiels Pressing wurde in der Schlussphase ebenfalls energischer, die Wolfsburger hielten ihre Manndeckungen nicht immer konsequent ein, sodass sie in einigen Szenen keinen Zugriff im Gegenpressing mehr herstellen konnten und Kiel einen schnellen Gegenstoß starten konnte. Hierbei sprintete die Kieler Offensive los und kam mit Diagonalläufen hinter die Wolfsburger Abwehr. Aufgrund der zu großen Abstände zwischen den Wolfsburger Abwehrspielern und zwischen den Wolfsburger Linien konnte Kiel sich hoch stehend und mit viel Bewegung im Zwischenlinienraum in den Strafraum kombinieren.

Kiel griff nun neben den schnellen Kombinationen über den Halbraum auch zu langen Bällen zwischen Innenverteidiger und Außenverteidiger der Wolfsburger. Kiel konnte in diesen Situationen einige Male die Passivität der Verteidiger nutzen, die dem Kieler Spieler eher den Passweg zustellen, anstatt diesen anzugreifen. Trotz der Schlussoffensive fehlte im Abschluss die Genauigkeit, sodass die Relegation mit 3:1 ins Rückspiel am kommenden Montag gehen wird.

Fazit

Wolfsburg kontrolliert das Spiel über 2/3 des Spiels mit seinem guten Flügelspiel und seiner hohen individuellen Qualität und gewinnt das Relegationspiel verdient. Sie verpassten es aber aus der Überlegenheit bis Mitte der zweiten Halbzeit mehr Kapital zu schlagen. Kiel agiert lange zu passiv und konnte sich erst in der Schlussphase ein Übergewicht erspielen, verpasst es aber, das zweite Tor zu schießen.
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DSummer
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Re: KSV-Taktik

Beitrag von DSummer » So 20. Mai 2018, 11:13

Saisonfinale 2017/18. Relegationsrückspiel in Kiel. Um die erste Liga.

Kiel braucht zwei Tore. Daher sollten sie ab der ersten Minute mit hohem Druck und viel Präsenz im Wolfsburger Drittel agieren. Die letzten 20 Minuten des Hinspiels machen hier Hoffnung, da Kiel zeigen konnte, dass die Wolfsburger Abwehr unter Druck Lücken offenbart, die Kiel gut bespielen kann. Nur bei der Effizienz vor dem Tor darf Kiel sich diesmal keinen Chancenwucher erlauben. Eine (frühe) Führung der Kieler könnte das Spielmomentum zu Gunsten der Störche verrücken und die Wolfsburger Nervösität befeuern.

Kiel hatte in diese Saison Probleme gegen tief stehende Gegner zu Torchancen zu kommen. Sie verloren zwar selten vor heimischen Publikum, aber gegen die Topteams der zweiten Liga gelangen zu Hause keine klaren Siege. Auch hier machen die letzten 20 Minuten des Hinspiels Hoffnung, dass es gegen Wolfsburg anders laufen könnte.

Seydel auf dem linken Flügel sorgte in der Schlussphase für viel Wirbel und ist gegen eher tief stehende Wolfsburger mit seiner körperlichen Präsenz und guten Dribblings gegenüber Lewerenz für das Rückspiel die bessere Wahl. Auch bei Standards könnte er mit seiner Größe für Unruhe sorgen.

Die 6er-/8er-Kombination Kinsombi/Mühling konnte in der Schlussphase des Hinspiels ebenfalls überzeugen. Peitz war gegenüber den schnellen und wendigen Wolfsburger Mittelfeldspielern oft einen Schritt zu spät im Zentrum. Allerdings könnte er auch wieder auf der 6 auslaufen, sofern die Devise heißt „früh stören, weit rausrücken“. Das könnte aber zu Problemen bei der Konterabsicherung führen.

Wolfsburg könnte wie im Hinspiel auflaufen, eventuell könnten Verhaegh und Didavi wieder Optionen für die Startelf sein. Wolfsburg defensiv könnte im 4-2-3-1 verteidigen und wenn Kiel ins eigene Drittel zurückdrängen konnte im 4-5-1. Nach Ballgewinn werden die Flügelstürmer lossprinten und auf Zuspiele, hoch über das Kieler Mittelfeld oder flach durch die Kieler Linien in den Halbraum, spekulieren.

Wolfsburg wird sich mit der Führung im Rücken eher auf Gegenstöße konzentrieren und die Räume hinter den Außenverteidigern oder im Zentrum hinter der Kieler 6 suchen. Kiel muss hier früh mit einem besser abgestimmten und damit kompakteren und energischeren Pressing agieren, ebenso im Gegenpressing nach Ballverlust. Ziel muss es sein, lange Bälle zu verhindern, damit das Kieler Mittelfeld nicht überspielt wird und die Wolfsburger ihre Schnelligkeit ausspielen können. Wolfsburg hatte gegen Teams, die hohen Druck ausübten unter Labbadia Probleme, so z.B. in Leipzig und Gladbach. Vielleicht ja auch in Kiel.

Hieraus könnte folgende Aufstellung entstehen inkl. der zu erwartenden Spielerbewegungen:
Relegation_Rück_Pre.jpg
Es wird ein Spiel auf Messers Schneide:

Kiel braucht zwei Tore und muss dafür offensiv und spielbestimmend auftreten. Das bedingt ein höheres Risiko und damit Anfälligkeit nach Ballverlusten gegenüber Kontern.

Mit den Fans im Rücken und der Unbekümmertheit des Underdogs ist ein Happy End des Kieler Fußballmärchen zwar nicht ausgeschlossen, aber gegenüber des erfahrenen Teams aus Wolfsburg dennoch ein sehr schweres Unterfangen, bei dem das Spielglück auf Seiten der Störche sein muss.
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Jupp
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Re: KSV-Taktik

Beitrag von Jupp » So 20. Mai 2018, 12:16

Sehe ich anders. Wir müssen zu null spielen, vorne fallen die Tore von allein. Also hinten stabil und kompromisslos, wenig Standards zulassen. Wenn Wolfsburg ein Tor schießt, wird es schwer.
Dum spiro spero...

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DSummer
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Re: KSV-Taktik

Beitrag von DSummer » So 20. Mai 2018, 12:32

Jupp hat geschrieben:Wir müssen zu null spielen, vorne fallen die Tore von allein.
D.h. Wolfsburg das Spiel machen lassen wie im Hinspiel und dann kontern?
Jupp hat geschrieben:Also hinten stabil und kompromisslos, wenig Standards zulassen.
Hört sich eher nach mehr Standards an.
Jupp hat geschrieben:Wenn Wolfsburg ein Tor schießt, wird es schwer.
Das glaube ich auch.

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Re: KSV-Taktik

Beitrag von BWR » So 20. Mai 2018, 12:39

Jupp hat geschrieben:Sehe ich anders. Wir müssen zu null spielen, vorne fallen die Tore von allein. Also hinten stabil und kompromisslos, wenig Standards zulassen. Wenn Wolfsburg ein Tor schießt, wird es schwer.
Das sehe ich ähnlich. Man muss denen den Schneid abkaufen und nicht nur Spalier stehen, wie es in Wolfsburg zeitweise der Fall war. Im Hinspiel gab es neun Kieler Fouls gegenüber vierzehn Fouls der Wolfsburger, dazu noch mindestens das nicht geahndete elfmeterreife Foul an Czichos. Zum Vergleich: Gegen Braunschweig war es umgekehrt. Zwanzig (!) Kieler Fouls standen nur neun Braunschweiger Fouls gegenüber. Das Ergebnis ist bekannt.
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Re: KSV-Taktik

Beitrag von hensch » So 20. Mai 2018, 16:16

Kompakt allein wird nicht reichen. Ich sehe das ähnlich wie DSummer. Deutlich weiter vorne attackieren als in den ersten 65 Minuten des Hinspiels. Im Zentrum mit Kinsombi/Mühling mehr Beweglichkeit im Vergleich zu Peitz reinbekommen, um Konter besser unterbinden zu können.
Sich tief aufzustellen wie zu Beginn des Hinspiels wird selbst bei aggressiverer und richtig guter Zweikampfführung nicht leicht, weil Malli, Origi, Brekalo und evtl. auch noch Didavi dafür zu hohe Qualität mitbringen und umgekehrt der Weg nach vorn für reine Konter zu lang ist. In der ersten Stunde haben wir es im Hinspiel aus der tieferen Grundordnung gerade mal drei, vier Mal geschafft, uns da überhaupt durchzuspielen, es gab nur zwei kontrollierte Torabschlüsse in dieser Zeit. Und mit langen Bällen von hinten wird das auch nichts werden, selbst mit Seydel nicht. Dazu sind die im Zentrum mit Knoche, Brooks und Guilavogui deutlich zu kopfballstark und robust. (Und wenn bei WOB wirklich nur noch verteidigt werden soll/muss, dürfte Labbadia irgendwann Steffen zugunsten von Camacho opfern, Malli nach außen ziehen, sodass Zentrum und Luftraum dann komplett zu sind)
Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte müssen das Ziel sein, denn da war Wolfsburg in der letzten Kette dann sehr schnell auch anfällig. Das Risiko, auch mal überspielt zu werden, muss man annehmen, so gut es geht absichern und im Zweifel auch im frühen Stadium schon mal das taktische Foul wählen, auch auf die Gefahr einer Gelben Karte hin.

ChrisK2
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Re: KSV-Taktik

Beitrag von ChrisK2 » So 20. Mai 2018, 17:52

Auf jedenfall Malli sollte merken, das es gegen Holstein richtig wehtun kann.

Claus mit C.
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Re: KSV-Taktik

Beitrag von Claus mit C. » So 20. Mai 2018, 19:06

Es kann jetzt hinten eigentlich richtig zur Sache gehen, denn Gelbsperren gibt es nicht mehr. Und vorne haben wir "die" Torfabrik der Nation. Und wir haben immer noch den Taktikfuchs schlecht hin, MARKUS ANFANG. Eigentlich sollte das Streben auf dem Platz aus allen Richtungen nach vorne nur zum optimalen Ergebnis führen...

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Re: KSV-Taktik

Beitrag von DSummer » Di 22. Mai 2018, 19:41

Relegationsrückspiel, 21.05.18, 20:30, Holstein Kiel - VfL Wolfsburg 0:1

Auch im Rückspiel muss sich Kiel den überlegenen Wolfsburger geschlagen geben. Kiel startet damit auch im kommenden August in der zweiten Liga, während Wolfsburg sich ein weiteres Jahr Bundesligafußball sichern konnte.

Aufstellungen

Markus Anfang wechselte in seinem letzten Auftritt als Kieler Trainer auf drei Positionen. Mühling besetzte die 8er-, Kinsombi die 6er-Position. Auf dem linken Flügel startete Seydel für Lewerenz.
Relegation_Rückspiel_Aufstellung.jpg
Verletzungsbedingt musste Drexler passen, Weilandt übernahm seine Position im zentralen Mittelfeld. Kiel startete im 4-1-4-1, der linke Flügel agierte dabei offensiver, sodass Kiel leicht asymmetrisch spielte.

Bruno Labbadia vertraute im Rückspiel der gleichen Elf, die bereits im Hinspiel überzeugend aufgetreten waren und nahm so keine Änderung vor. Wolfsburg spielte im 4-3-3, welches wie im Hinspiel variabel zu 4-2-3-1 oder 4-1-4-1 wechselte.

Kiel braucht Tore

Die ausgangslage war klar: Kiel benötigt mindestens 2 Tore, um diese Relegation zu seinen Gunsten zu drehen. Dafür mussten sie offensiver auftreten, als noch zu großen Teilen des Hinspiels. Wolfsburg hingegen konnte sich auf seinem 2-Tore-Polster zunächst auf das Verteidigen konzentrieren.

Wolfsburg störte den Kieler Spielaufbau früh in der Hälfte der Gastgeber in einem Mittelfeld- und teilweise auch Angriffspressing. Origi, Malli und der jeweilige äußere Mittelfeldspieler bildeten als erster Pressingwall einen Halbkreis zum ballführenden Kieler Abwehrspieler. Sie rückten im Verbund in Richtung Ball, hielten dabei in ihrem Deckungsschatten mögliche Anspielstationen verdeckt und boten keine Kurzpassoption an.

Dies führte auf Kieler Seite zu einigen langen Bällen ins Zentrum oder die offensiven Halbräume (vgl. nachfolgende Grafik). Gegen die zweikampfstarken Wolfsburger gelangen zwar selten Siege aus den folgenden Kopfballduellen, allerdings konnte Kiel dann in hohen Positionen mit ihren fünf Offensivspielern sofort ins Gegenpressing auf den zweiten Ball gehen. Alternativ suchten die Kieler Anspielstationen auf den Außen. Waren die Außenverteidiger eingerückt und gedeckt, bot sich oft der Pass auf den Flügelstürmer, Seydel bzw. Schindler, die zurückweichend häufig ohne Gegenspieler waren.Auch konnte Kiel einige Male die Lücken im Wolfsburger Pressing für Steilpässe in den Halbraum nutzen.
Kiel_Spielaufbau_Spielhöhe.jpg
In den Folgeaktionen störte die zweite Wolfsburger Linie direkt mit einem aggressiv-rausrückendem Zweikampfverhalten und lenkte Kiel mit frühen Tacklings vom eigenen Zentrum weg. Ziel war es die Kieler auf den Flügel zu lenken, um auf den Zugriff der zurückrückenden Wolfsburger zu warten. Kiel wurde mit dieser Verteidigungstaktik gut aus dem Zentrum herausgehalten und bewegte sich somit hauptsächlich über die Flügel nach vorne. Kam Kiel jedoch zentral hinter die erste Wolfsburger Pressinglinie, konnten sie mit Tempo auf zumeist nur noch einen 6er zulaufen und mit guten Doppelpässen an die letzte Wolfsburger Linie spielen.

Kinsombi und Mühling boten sich zentral mit guten Freilaufbewegungen in den Lücken des Wolfsburger Pressings an. Sofern Wolfsburg die Lücken zu spät zustellte, konnten nach den Zuspielen ins Zentrum gute Kieler Angriffsaktionen eingeleitet werden. Hier zeigte die Wolfsburger Abwehr Probleme in der Zuordnung und Tiefenstaffelung, sodass sich Kiel Optionen für Steilpässe hinter die Abwehrlinie boten.

Wolfsburg kam zu seinen gefährlichsten Aktionen, nachdem sie im mittleren Spieldrittel den Ball im Pressing gewannen. In Konterspiel erfolgte über Vertikalpässe auf die Flügel oder ins Zentrum, sofern der Kieler 6er und/oder 8er keinen Zugriff auf den Ball herstellen konnten. In den Aktionen am und um den Strafraum zeigte Wolfsburg wie im Hinspiel seine individuelle Klasse.

In einigen Dribblings an die Grundlinie gefolgt von Pässen in den Rückraum, konnten sie einige gute Chancen herausspielen. Im Vergleich zum Hinspiel nicht in der Häufigkeit, dafür aber defensiv deutlich abgeklärter. Wolfsburg kam aufgrund der defensiveren Ausrichtung nicht in der Häufigkeit des Hinspiels vor das Kieler Tor, die Qualität der Torchancen bewegte sich aber auf einem ähnlichen Niveau.

Im Laufe des Spiels wich Wolfsburg von seinem hohen Pressing in ein mittleres Pressing zurück. Kiel konnte in der eigenen Hälfte kombinieren, mit Zuspiel in Richtung Mittellinie begann dann der Pressingstartschuss der Gäste. Nur Origi lenkte in der Kieler Hälfte auf eine Seite, um Kiel in das Wolfsburger Pressingnetz zu lenken.

Kiel fand zu Beginn des Spiels noch einige schnelle Anspielstationen nach vorne, dies nahm aber mit den tiefer verteidigenden Wolfsburgern ab (vgl vorangehende Grafik und Vorschau zum Rückspiel). Gegen die in der ersten Halbzeit noch höher stehenden Wolfsburger boten den Kieler noch Räume hinter der Abwehr. So fand Kiel v.a. auf der linken Seite Seydel als Abnehmer von Steilpässen.

Die Zeit rennt davon

In der zweiten Halbzeit rückte die Abwehrkette der Wölfe kurz vor den eigenen Strafraum, sodass Angriffe in die Tiefe hinter der Abwehr für die Kieler erschwert waren, das Zentrum blieb weiterhin blockiert, Guilavogui sicherte stets horizontal vor der Abwehr ab und hatte mit Arnold einen zweikampfstarken Partner im Zentrum.

Kiel musste reagieren und brachte mit Peitz und Lenz für Herrmann und Weilandt zwei weitere Offensivkräfte, löste dafür die Viererabwehrkette bei eigenem Ballbesitz zu einer Dreierkette auf. Gegen den Ball wich Kinsombi als vierter Verteidiger zurück in die Kette. Peitz positionierte sich zentral an der Wolfsburger Abwehrlinie, die "Leuchtturm-Taktik wurde angewandt, wie in den meisten Spielen nach Rückstand im Laufe der Saison.

Wolfsburg spielte sein Spiel geduldig herunter, verschleppte geschickt das Spiel und unterbrach damit den Kieler Spielfluss. Im Ergebnis blieb es bei einem Spiel, das hauptsächlich im Mittelfeld ausgetragen wurde und nach Fehlern in der Zuordnung oder schnellen Kombinationen von beiden Teams zum Tor getragen werden konnte.

Kiel hatte einmal mehr Probleme gegen einen tiefstehenden Gegner zu hochwertigen Torchancen zu kommen. Kam Kiel in der ersten Hälfte noch zu 7 Abschlüssen, waren es in der zweiten Hälfte nur 3. In der Saison zeichnete sich die Offensive dadurch aus, dass sie immer wieder aus zentralen Positionen zu Abschlüssen kamen. Gegen die Topteam der Liga und letztlich auch gegen Wolfsburg gelang dies zu selten, im Rückspiel waren nahezu alle Torschüsse aus seitlichen Positionen.

Von den 11 Torschüssen kamen nur 4 aus dem Strafraum, 3 aus spitzem Winkel. Ein Ergebnis der guten Wolfsburger Defensive, die Kiel gut aus den gefährlichen zentralen Positionen heraushalten konnte, vergleichbar mit den ersten 70 Minuten aus dem Hinspiel.

Wolfsburg war torgefährlicher: 13 Torschüsse, 9 aus dem Strafraum, die meisten aus zentralen Positionen. Das 1:0 der Wölfe entstand aus einem Abwehrfehler der Kieler Defensive, vom frei stehenden Knoche mit einem Kopfball nach einer Ecke genutzt. Kinsombi konnte Knoche als Manndecker nicht folgen, da ihm der Laufweg von Udokhai geschickt versperrt wurde. Am Ende musste sich Kiel der hohen individuellen Qualität der Wolfsburger geschlagen geben.

Fazit

Kiel bietet seine bestmögliche Elf auf und zeigt die Art Fußball, die Markus Anfang dem Team eingeimpft hat: Offensiver Fußball mit hohem Einsatz, schnellen Kombinationen und viel Bewegung. Gegen die gut verteidigenden Wolfsburger sollte dies allerdings nicht reichen. Wolfsburg gewinnt das Rückspiel und damit auch die Relegation verdient. Zwar hatte Kiel die Kontrolle über das Rückspiel, jedoch fanden sie kaum Lösungen gegen die gegenüber dem Hinspiel verbesserte Wolfsburger Abwehr.

Kiel kann auf eine überragende Saison zurückblicken, in der weit über den Erwartungen gespielt wurde. Nicht nur für Holstein-Anhänger, sondern auch für den neutralen Zuschauer, waren Spiele mit Kieler Beteiligung sehenswert, oft spektakulär. Schafft Kiel es die nun anlaufende Wechselperiode mit nur einem kleinen Umbruch abzufedern, könnte auch die nächste Saison eine sorgenfreie bleiben.
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Re: KSV-Taktik

Beitrag von DSummer » Sa 26. Mai 2018, 13:32

Der Kieler Umbruch ist in vollem Gange. Es gibt Gerüchte, Vermutungen und Hoffnungen aus verschiedenen Richtungen.
Eines steht schon fest: Neuer Trainer wird Tim Walter.

Da er mir nicht bekannt war, habe ich ein bischen über ihn recherhiert, v.a. in Bezug auf seine Spielweise und damit die mögliche Taktik für Kiel in der nächsten Saison:

Er spielt im 4-2-3-1, zu Hause tw. offensiver im 4-1-4-1. Seine Strategie heißt: Ballbesitz, dominant und frühes Pressing und das mit einem Fokus auf junge talentierte Spieler.

Das ist der Kieler Spielphilosophie unter Markus Anfang damit gar nicht so unähnlich. Kiel wird auch unter Walter versuchen, die Spiele zu dominieren. Er selbst sagt dazu:
Es ist schwieriger, mit dem Ball als gegen den Ball zu spielen. Langfristiger Erfolg geht nur mit mehr Ballbesitz. Q:Sueddeutsche.de
Der Spielaufbau erfolgte bei Bayern II über die Innenverteidiger breit aufgestellt. Die IVs rückten ins Mittelfeld, wurden dann von den 6er abgesichert. Tim Walter lässt mit vielen Spielerrochaden, IV - 6er, IV - AV oder AV - Flügelstürmer spielen. Vorangetragen wird das Spiel variabel über das Zentrum oder die Flügel, wobei die Flügelangriffe häufiger genutzt werden. 3 bis 4 Spieler überladen eine Seite, die Flügelstürmer stehen sehr breit, und arbeiten sich im Kurzpassspiel an den 16er. Von hier folgten viele Flanken ins Zentrum. Der Mittelstürmer spielt als Prellspieler nach langen Bällen oder im Zentrum als Strafraumstürmer. Das Team rückt als Einheit nach und fängt so viele zweiter Bälle ab. Auffällig sind die vielen Fernschüsse auf das Tor.

Auch das typische Kieler Pressing, welches in dieser Saison ligaweit eines der besten war, sollte nächste Saison in Kiel fortgesetzt werden
Wir wollen den Gegner sehr früh attackieren, immer nach vorne verteidigen und attraktiv für die Zuschauer spielen. Q:fupa.net
Das Mittelfeldpressing von Bayern II mit 3-4 Spielern drückte den Gegner zu einem Flügel hin. Der Stürmer weicht zurück und unterstütz das Mittelfeld im 4-2-4-0, agiert somit als "falsche 9". Das Zentrum ist mit den beiden 6er sehr kompakt, ein weiterer Grund dafür, dass die Gegener über die Außen angreifen. Die IVs rücken bei langen Bällen aus der 4er-Kette vor, die AVs rücken gegen Flügelangriffe vor und gehen aggressiv in den Zweikampf. Die Defensivspieler sichern sich gegenseitig nach diesem Vorrücken ab. Nach Ballgewinn, durch das hohe Pressing auch in der gegnerischen Hälfte, starten schnelle Umschaltaktionen.

DIe Mentalität, die Markus Anfang dem Team mitgegeben hat, jedes Spiel gewinnen zu wollen, teilt auch Walter:
Unser Ziel ist es, jedes Spiel zu gewinnen. Für mich liegt es in der Natur des Fußballers, dass er immer gewinnen will. Das will ich auch den Jungs beibringen. Sie müssen sich diese Mentalität aneignen, dass sie jedes Trainingsspiel und natürlich jedes Punktspiel gewinnen wollen. Q:fupa.net
Um diese Spielphilosophie umsetzen sind v.a. spielstarke IVs, ein zweikampfstarker 9er, kombinationsstarke Außen und passsichere 6er notwenig. Einige Punkte erfüllt das Kieler Team bereits. Als kleiner Verein kann Kiel nicht die großen finanziellen Sprünge machen und muss dementsprechend auf eine andere Strategie setzten, um dem Konkurrenzkampf in der zweiten Liga zu bestehen. Das Stichwort heißt demnach seit einiger Zeit: Nachwuchsarbeit.
Mich reizt aber auch die Arbeit im Nachwuchsbereich ganz allgemein. Ich sehe meine Aufgabe darin, einige der besten Talente noch besser zu machen und im Idealfall nach ganz oben zu führen. Q:fussball.de
Tim Walter passt aus diesen Gesichtspunkten ideal ins Kieler Profil. Die moderne Spielweise, seine Mentalität und sein guter Umgang mit jungen Spielern könnte Kiel eine weitere erfolgreiche Saison ohne Abstiegsgefahr bescheren, zumal sich das Kieler System im wesentlichen nicht ändern würde. Vieles hängt aber davon ab, wie Kiel die Abgänge der Spieler oder verantworlichen leitenden Personen kompensieren kann und wie schnell ein neues Team entsteht.

Kann jemand aus erster Hand sagen, wie Walter spielen lässt und was seine Spielweise besonders auszeichnet?

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Re: KSV-Taktik

Beitrag von Seeblick » Sa 2. Jan 2021, 13:05

Weiss jemand etwas ? Wo isser eigentlich geblieben, unser Taktiker ?

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Re: KSV-Taktik

Beitrag von Jupp » Sa 2. Jan 2021, 13:09

Nein. Aber die Taktik ist ja auch immer gleich. Erste Hz abwarten, stabil stehen. 2 Hz Gegner locken und mutig werden lassen, dann eiskalt zuschlagen und zum Abschluss, Deckel drauf! :-smoke1
Dum spiro spero...

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