50+1-Regel der DFL

Groundhopping, Blicke auf die (inter-)nationale Fußballwelt, Regeln und Schiris
zeet
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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von zeet » So 18. Mär 2018, 16:25

Bis wie viel würdet ihr dann Eintrittpreise bezahlen wollen?
Scheichs ungleich Erfolg .
Mehr Geld im Markt, Auch in Deutschland teurere Einkäufe, weil sie wissen Investoren haben Geld.
Teurere Gehälter für No Names.
Lieber 4. Liga e.V. als kaputter Verein, wo ausgegliederte Profimannschaft der Investor/Scheich wenn ihn nicht ausreichend Aufmerksamkeit und Gewinn erwirtschaftet wird, wirtschaftlich kaputt hinterlassen wird.
Nur Holstein Kiel

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Storch Andre
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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von Storch Andre » So 18. Mär 2018, 16:57

:flag:

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FriesenKieler
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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von FriesenKieler » So 18. Mär 2018, 18:24

terasoll hat geschrieben:@zeet
Man sollte 50+1nicht emotional betrachten!
zu 1860 München:
Der Verein war vor dem Scheich pleite und wäre zwangsabgestiegen,das haben sie einem Herrn Wildmoser und seinen Kumpanen zu verdanken.Der Stadionbau hat sie ruiniert.
Der Scheich kam wie gerufen,dem hätten sie zudem Zeitpunkt alles gegeben.
Das sie in die Regionalliga abgestiegen sind haben sie 50+1 zu verdanken.Der Scheich wollte bezahlen,aber nur wenn er mehr Anteile erhält,das spricht gegen 50+1(laut Aussage des DFB).
Los sind sie ihn immer noch nicht,die nächste Mitgliederversammlung wird es wieder in sich haben,die Parteien fahren langsam ihre Geschützte auf.
zu Anstoß Zeiten:
In England sind die Stadien voll,trotz Schweine teuren Tickets,Sky boomt.
Wann dort gespielt wird,scheint nicht wichtig zu sein.
Ist bei uns im Handball ja nicht anders,wird an jedem Wochentag gespielt, Publikum kommt.
Toll findet das keiner,ich auch nicht.

@Friesenkieler
Dann drehen wir am besten alles wieder zurück in die 70 Jahre.
Da war ja alles besser,Deutschland lebt aber nicht auf einer Insel.Wir werden was verändern müssen,so wie es ist kann es nicht bleiben.Die Regel wird ständig untergraben,durch irgendwelche Tricks.
Die Meinungsbildung hat erst begonnen,man kann nicht alles gleich verteufeln. K-)
Da hilft wohl nur noch billige Polemik, oder? Ich habe nicht gesagt, dass früher alles besser war. Woher Du Dein "verändern müssen" ziehst, bleibt mir aber weiterhin schleierhaft. Das Nacheifern Englands, ist das Nachjagen einer Chimäre.
Das Publikum in England ist in großen Teilen ein internationales Publikum. Man kann da von regelrechtem Tourismus sprechen. Außerdem sind die Ticketpreise so hoch in England, dass das ein elitärer Klub von Zuschauern ist. Über 82% der jungen Erwachsenen (18-24) geben in einer repräsentativen Umfrage der BBC (http://www.kicker.de/news/fussball/intl ... iesst.html) an, dass die hohen Preise Sie von weiteren Stadionbesuchen abhalten. Nur 4% der Dauerkarten sind in der Hand dieser Generation. In England sieht man quasi eine Gentrifizierung des Sportes.
Dauerkartenpreise liegen sowohl im höchsten, als auch im niedrigsten Preissegment in England weit über dem Niveau der Bundesliga und/ oder andere Ligen in Europa.
Nicht nur sind die Spieltage in England massivst zersplittert, auch die Übertragung ist es. Da muss es mindestens BT Sport und Sky sein, die BBC um den Cup zu sehen etc pp. Sollen angeblich ca. 1000 Pfund pro Jahr sein um alle Spiele zu sehen (https://www.sport1.de/internationaler-f ... nd-im-jahr). Wären also knapp 1200 Euro, was selbst TV Konsum des Sportes zum Luxus macht.
Momentan generiert die Bundesliga knapp 800 Millionen mit TV-Rechten inklusive der Auslandsvermarktung, in England sind es p.a. mindestens 3,5 Milliarden. Das wird man auch nicht mit externen Investoren ausgleichen können. Vor allem da sprachliche und historisch gewachsene Bedingungen (z.B. koloniales Erbe in Indien, USA und großen Teilen Afrikas) die BPL einfach bevorteilen.
Investoren würden weiterhin die Clubs bevorzugen, die am meisten Rendite versprechen. Der Trog, aus dem die Schweine fressen ist immer der Gleiche!
Es wäre lediglich eine Verschiebung hin zu weniger Mitbestimmung in den Vereinen, weniger Identifikation und Tradition (Cardiff spielt als Bluebirds in Rot http://www.kicker.de/news/fussball/intl ... ndern.html ) und würde nichts ändern.
Da kann man das Beispiel England gerne nehmen. Am oberen Ende der Nahrungskette stehen die gleichen Verdächtigen wie vor dem großen Rennen um die reichsten Investoren. Liverpool, Chelsea, Man United, Man City, Arsenal.... und das meinte ich mit dem Trog und den Schweinen. Glaubst Du wirklich an den Machtverhältnissen würde sich im Deutschen Fußball wirklich was ändern? Mitnichten, eher wird die bisherige Vormachtsstellung der üblichen Verdächtigen zementiert!
Daher ist der Vergleich mit England weder zielführend, noch brauchbar und vergleicht man Deutschland mit anderen Ligen, dann sieht die ganze Geschichte ganz anders und vor allem rosig aus!
50+1 wird in eine andere, rechtssichere Form gegossen werden müssen, das stimmt. Ein Abschied von 50+1 ist aber ein Abschied von Fankultur, breiter gesellschaftlicher Partizipation am Sport, ein Abschied von gewachsener Tradition, ein Sieg des unbedingten Konsums und schlußendlich wird sich an den kräfteverhältnissen nichts, aber auch gar nichts ändern. Das mantrahafte wiederholen der Mär von der Konkurrenzfähigkeit macht es nicht richtiger. Entgegen dessen, kann man die negativen Aspekte aber belegen.

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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von terasoll » So 18. Mär 2018, 20:37

Am besten wir warten bis Donnerstag ab,dann wird man wissen in welche Richtung es geht
Was mich interessiert wie unserer Verein dazu steht, vielleicht hören wir ja ein Statement am Donnerstag.
...denn sie wissen nicht, was sie tun (Spielfilm aus dem Jahre 1955 mit James Dean)

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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von terasoll » Do 22. Mär 2018, 16:02

Holstein hat zu 50+1 noch keine abschließende Meinung
Quelle:Spiegel online
...denn sie wissen nicht, was sie tun (Spielfilm aus dem Jahre 1955 mit James Dean)

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FriesenKieler
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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von FriesenKieler » Do 22. Mär 2018, 17:20

terasoll hat geschrieben:Holstein hat zu 50+1 noch keine abschließende Meinung
Quelle:Spiegel online
Schade, da hätte sich Holstein besser positionieren können. Pauli, der BvB, Duisburg etc sehen da deutlich besser aus.Naja, zum Glück ist das Thema ja entschieden und 50+1 bleibt. Ein Gewinn, auch für jene, die sich nicht entscheiden wollten!

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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von TheCrax » Do 22. Mär 2018, 18:28

Nur von einem Gewinn kann man nicht sprechen. Klar ist es im Sinne der Fankultur etc. gut, gleichzeitig gibt man die internationale Konkurrenzfähigkeit quasi komplett auf, wenn man den FCB mal rausnimmt.
Ein zweischneidiges Schwert...

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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von terasoll » Do 22. Mär 2018, 18:32

Warten wir Mal ab,wie der Kompromiss aussieht, wovon gesprochen wird.
Sollte er so aussehen wie der Frankfurter Präsident es vorgeschlagen hat,kann ich damit sehr gut leben.
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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von goalhanger » Do 22. Mär 2018, 19:21

TheCrax hat geschrieben:Nur von einem Gewinn kann man nicht sprechen. Klar ist es im Sinne der Fankultur etc. gut, gleichzeitig gibt man die internationale Konkurrenzfähigkeit quasi komplett auf, wenn man den FCB mal rausnimmt.
Ein zweischneidiges Schwert...
Holstein wird wohl nie in die Gefahr kommen, "international konkurrenzfähig" sein zu müssen.

Und dieser CL-Wettbewerb ist inzwischen doch auch extrem langweilig.
Um sich vorstellen zu können, was kommen wird, erinnert man sich am besten an die Vergangenheit.
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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von zeet » Do 22. Mär 2018, 21:25

goalhanger hat geschrieben:
TheCrax hat geschrieben:Nur von einem Gewinn kann man nicht sprechen. Klar ist es im Sinne der Fankultur etc. gut, gleichzeitig gibt man die internationale Konkurrenzfähigkeit quasi komplett auf, wenn man den FCB mal rausnimmt.
Ein zweischneidiges Schwert...
Holstein wird wohl nie in die Gefahr kommen, "international konkurrenzfähig" sein zu müssen.

Und dieser CL-Wettbewerb ist inzwischen doch auch extrem langweilig.
Außerdem haben trotz der Investoren nur DREI von Sieben! englische Klubs in den Viertelfinals geschafft wovon in CL ein direktes Duell gibt und somit
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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von FriesenKieler » Do 22. Mär 2018, 21:39

TheCrax hat geschrieben:Nur von einem Gewinn kann man nicht sprechen. Klar ist es im Sinne der Fankultur etc. gut, gleichzeitig gibt man die internationale Konkurrenzfähigkeit quasi komplett auf, wenn man den FCB mal rausnimmt.
Ein zweischneidiges Schwert...
Habe dazu schon Sonntag was geschrieben..konkurrenzfähig ist niemand in Deutschland auf lange Sicht, muss man sich mit abfinden

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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von TheCrax » Fr 23. Mär 2018, 07:05

goalhanger hat geschrieben:
TheCrax hat geschrieben:Nur von einem Gewinn kann man nicht sprechen. Klar ist es im Sinne der Fankultur etc. gut, gleichzeitig gibt man die internationale Konkurrenzfähigkeit quasi komplett auf, wenn man den FCB mal rausnimmt.
Ein zweischneidiges Schwert...
Holstein wird wohl nie in die Gefahr kommen, "international konkurrenzfähig" sein zu müssen.

Und dieser CL-Wettbewerb ist inzwischen doch auch extrem langweilig.
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Scruffy
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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von Scruffy » Fr 23. Mär 2018, 07:33

goalhanger hat geschrieben:
TheCrax hat geschrieben:Nur von einem Gewinn kann man nicht sprechen. Klar ist es im Sinne der Fankultur etc. gut, gleichzeitig gibt man die internationale Konkurrenzfähigkeit quasi komplett auf, wenn man den FCB mal rausnimmt.
Ein zweischneidiges Schwert...
Holstein wird wohl nie in die Gefahr kommen, "international konkurrenzfähig" sein zu müssen.

Und dieser CL-Wettbewerb ist inzwischen doch auch extrem langweilig.
100 Prozent Zustimmung. Holstein wird - zumindest in absehbarer Zukunft - international keine Rolle spielen.
Jeder kann das natürlich für sich entscheiden, aber mir persönlich ist das Abschneiden anderer Bundesligisten ziemlich egal. Und auch für die 5-Jahres-Wertung sehe ich mit der bestehenden Regel nicht schwarz.

Es muss ja nicht zwingend alles schlecht sein mit Investoren, aber als mahnendes Beispiel sei hier einmal das Wappen von Cardiff City erwähnt, welches vom neuen Besitzer kurzerhand komplett verändert wurde.

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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von Gelöschter Nutzer #1 » Fr 23. Mär 2018, 10:34

Schaut euch doch nur Paris SG an, investieren seit Jahren hunderte Millionen in ihren Kader um einmal die CL zu gewinnen und packen es trotzdem nicht. Gleiche wie mit Chelsea, die mit Glück vor 6 Jahre im Elfmeterschießen gegen Bayern gewannen. Ansonsten gibt es doch nur negativ Beispiele wo mit Geld versucht wird, den nötigen Erfolg zu "kaufen". Sei es mit den Kühne Millionen beim HSV, bei 1860 München usw.
Ich finde es gut, dass die 50+1 Regel bestehen bleibt. In einer doch recht kapitalistischen Welt ist es ein kleiner Lichtblick, dass man mit Geld nicht alles machen kann.

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Re: Holstein-Fanszene

Beitrag von holzbein » Fr 23. Mär 2018, 10:48

Ich denke, wenn viel Geld auf gehobene fachliche Kompetenz (auf allen wichtigen Positionen) trifft, dann ist das Geld schon ein sehr großer Vorteil.
Das Problem bei vielen neureichen Clubs ist vermutlich, dass sie nicht die Geduld haben, diese Kompetenz in allen Bereichen aufzubauen und die Personen dann dort auch frei entscheiden zu lassen.

Insgesamt hat sich diese Diskussion aber nun weit von dem Threadthema entfernt.
Ich werde mal einen Teil verschieben...

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