Chemnitzer FC

… von Nord nach Süd und einzelne Vereine
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ChemnitzerFC
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Re: Chemnitzer FC

#166

Beitragvon ChemnitzerFC » Mo 8. Mai 2017, 18:55

Kratzkatze hat geschrieben:
Wenn 13 von 18 Vereinen dieses Risiko einzugehen, wohl wissend daß sie damit ihren Verein evtl. ruinieren, dann sollte man mal hinterfragen welchen Pfeifen man da die Verantwortung überlassen hat.


Was ist das für ein Stammtischniveau? Ich hab es nun mehrfach ausführlich erklärt. Die Mehrheit dieser 13 Vereine mit negativer Bilanz gehen kein Risiko ein. Sie sind einfach nur schon mindestens 5 Jahre in dieser Pleiteliga.

Es geht auch nicht einfach darum, den Drittligisten mehr Geld zu geben. Ab nächster Saison gibt es für die 2. Liga erheblich mehr TV-Geld. Selbst wenn man die TV-Einnahmen der Drittligisten verdoppelte, änderte sich an der prekären Lage nichts. Das Problem ist nämlich hauptsächlich die viel zu hohe Differenz zwischen Liga 2 und 3, die ab diesem Jahr nochmal vergrößert wird.

Selbst wenn die Liga mehr Geld verteilen würde, bleibt die Konkurrenzsituation (und damit die Risikofreudigkeit mancher Vereine) aber die gleiche.


Nein. Siehe 1. und 2. Liga.

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Kratzkatze
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Re: Chemnitzer FC

#167

Beitragvon Kratzkatze » Mo 8. Mai 2017, 21:43

ChemnitzerFC hat geschrieben:
Kratzkatze hat geschrieben:
Wenn 13 von 18 Vereinen dieses Risiko einzugehen, wohl wissend daß sie damit ihren Verein evtl. ruinieren, dann sollte man mal hinterfragen welchen Pfeifen man da die Verantwortung überlassen hat.


Was ist das für ein Stammtischniveau? Ich hab es nun mehrfach ausführlich erklärt. Die Mehrheit dieser 13 Vereine mit negativer Bilanz gehen kein Risiko ein. Sie sind einfach nur schon mindestens 5 Jahre in dieser Pleiteliga.

Es geht auch nicht einfach darum, den Drittligisten mehr Geld zu geben. Ab nächster Saison gibt es für die 2. Liga erheblich mehr TV-Geld. Selbst wenn man die TV-Einnahmen der Drittligisten verdoppelte, änderte sich an der prekären Lage nichts. Das Problem ist nämlich hauptsächlich die viel zu hohe Differenz zwischen Liga 2 und 3, die ab diesem Jahr nochmal vergrößert wird.


Du nennst es Stammtischniveau, ich nenne es Logik. Wenn man mehr Geld ausgibt als man einnimmt, verschuldet man sich. Verschuldet man sich zu sehr, geht man Pleite. Wer das wohlwissend mit der Hoffnung auf einen eventuellen Aufstieg in Kauf nimmt, ist eine Pfeife. Es wird ein Risiko eingegangen, den Verein zu ruinieren wenn es nicht optimal läuft. Ob das nun 1 Verein macht oder 13 spielt gar keine Rolle. Wenn die Rahmenbedingungen schlecht sind, muß man umso sorgsamer mit den begrenzten Mitteln auskommen.

Ich kenne keine Bilanzen der Vereine. Das tut auch gar nicht not, denn es geht um eine Frage der Logik und des seriösen wirtschaftens. Man kann nicht mehr Geld ausgeben als man hat. Das ist eine ganz simple Sache und zwar im ersten wie auch im fünften Jahr der Liga. Gerade stand im Stadionmagazin, daß Großaspach letzte Saison ein plus von 60.000 erwirtschaftet hat. Die verpflichten auch keinen Frahn und Co., sondern besinnen sich auf ihre Möglichkeiten.

ChemnitzerFC hat geschrieben:Vereine überschulden sich --> Grund: sie stellen teure Kader zusammen ---> Grund: sie wollen in Liga 2


Siehst Du und genau das ist das Problem.

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ChemnitzerFC
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Re: Chemnitzer FC

#168

Beitragvon ChemnitzerFC » Di 9. Mai 2017, 00:05

Kratzkatze hat geschrieben:
Du nennst es Stammtischniveau, ich nenne es Logik.


Ja, ich merk schon. Es ist eben doch ein Fußballforum hier.... :roll:

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Re: Chemnitzer FC

#169

Beitragvon hensch » Di 9. Mai 2017, 00:33

Du bist es doch, der sich hier immer im Kreis dreht. Wir sind uns ja einig, dass die Schere zwischen den Ligen zu groß ist - übrigens nicht nur zwischen 3. Liga und 2. BL, sondern auch zwischen der CL und der 1. BL, der 1. BL und 2. BL sowie der 3. Liga und RL. Aber das ließe sich nur durch eine große Solidaritätswelle von ganz oben und zu Lasten der ganz Großen ändern. Sehr unwahrscheinlich.
Solange das nicht passiert, gelten normale wirtschaftliche Grundsätze. Und da setzt einfach die Vernunft bei vielen aus. Im Sport kann es passieren, dass man mal 5% der Jahresetats in die Miesen gerät, weil ungünstige Umstände eintreten, die vorher nicht kalkulierbar sind (weniger Zuschauer, wenn es früh um die goldene Ananas geht - oder ähnliches). Aber wer bewusst zu viel Geld ausgibt (oder zu hohe Einnahmen kalkuliert), in der Hoffnung damit an mehr Geld heranzukommen (und das passiert, nicht nur in der 3. Liga, in vielen Sportvereinen) handelt einfach wirtschaftlich unverantwortlich. Überspitzt gesagt ist das dann so, als würde ich mein gesamtes Geld in Lotto-Scheine investieren, um später Sozialhilfe zu beantragen, wenn ich nicht gewinne.

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Re: Chemnitzer FC

#170

Beitragvon Machdeburch » Di 9. Mai 2017, 09:25

ChemnitzerFC hat geschrieben: Das Problem ist nämlich hauptsächlich die viel zu hohe Differenz zwischen Liga 2 und 3, die ab diesem Jahr nochmal vergrößert wird.

Oder einfach einen Kader hat, den man sich nicht leisten kann weil die Ausgaben weit über den Einnahmen liegen. Eine einfache Rechnung :!:

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Seeblick
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Re: Chemnitzer FC

#171

Beitragvon Seeblick » Di 9. Mai 2017, 11:45

Sollten hier nun auch noch Diskussionen innerhalb der entsprechenden Bundesländer auftreten, werden wir das Thema mal einige Zeit schließen.

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Re: Chemnitzer FC

#172

Beitragvon Ruhrpottstorch » Di 9. Mai 2017, 14:45

ChemnitzerFC hat geschrieben:Wer jetzt mit dem Argument kommt, dass die Vereine mit mehr Geld dann eben alle aufrüsten würden und das Problem bestehen bliebe, dem empfehle ich einen Blick in Liga 1 und 2: wieviele Vereine haben sich dort ruiniert, weil sie über ihre Verhältnisse aufsteigen oder in die Champions League einziehen wollten? Na bitte.


Also die Liste der Vereine, die sich in Liga 1 und 2, die sich aus genau diesen Gründen auf genau diese Art ganz, teilweise oder beinahe ruiniert haben ist fast so lang wie die ewige Tabelle der Bundesliga. Einige haben es geschafft sich am eignen Schopf dort herauszuziehen oder die Notbremse im allerletzten Moment zu ziehen. Da fallen mir spontan der BVB, Borussia Mönchengladbach, Herta BSC, Eintracht Frankfurt und der 1. FC Köln ein. Andere darben bis heute daran, auch wenn diese kapitalen Fehler teilweise schon Jahrzehnte zurückliegen. Der 1. FC Kaiserslautern, 1.FC Nürnberg, MSV Duisburg, 1860 München oder Hansa Rostock fallen mir hier ein. Einige sind bis heute aus dem Profifußball verschwunden, wie Allemania Aachen oder Rot-Weiß Essen.

Sicher, die Geschichte all dieser Vereine ist nicht 1 zu eins vergleichbar, aber sie alle haben eines gemeinsam in ihrer Geschichte: An einem Punkt haben die Verantwortlichen dort geglaubt, dass sie keine andere Wahl haben als mehr Geld auszugeben als sie einnehmen konnten, weil sie glaubten, dass es ihnen irgendwie ja auch zusteht weil man eben ist wer man ist und es ja so wichtig für den Verein, die Stadt, die Region sei, dass man eben auf dem Niveau spielt auf dem alle es erwarten und den "Anschluss" nicht verliert.
Wenn man etwas aus diesem Teil der Bundesligageschichte lernen will, dann ist das, dass diese Strategie noch niemals auf lange Sicht funktioniert hat.
Wenn Du jetzt zu dem Schluss kommst, dass dieses Problem durch eine Angleichung in der Verteilung der Mittel aufzulösen sei, dann muss ich sagen: Ähm Nö!
Wenn ich in die Vereinsgeschichten der o.G. Vereine schaue, dann war das Geld, dass man (mehr) verdienen wollte eigentlich nie der wirkliche Grund. Es war in der Regel das persönliche oder kollektive Geltungsbedürfnis der handelnden Personen. Die Geldschere war bestenfalls Vorwand oder Vehikel.
Und wie hier schon einige Vorredner klar dargelegt haben (und ich möchte mal Deine Stammtische sehen, wenn Du die sachliche Argumentation für Stammtischniveau hälst), ist und bleibt es ein Fehlverhalten unkalkulierbare existenzielle Risiken einzugehen.
Ich verstehe wiederum nicht, warum Du dies nicht siehst. Deine Ausführungen haben hier glaube ich alle Verstanden. Das Problem ist zumindest für mich, dass ich Deine Schlussfolgerung für schlicht falsch halte.
Ich finde es großartig, dass und wie Du Deine Gedanken zu diesem Thema mit uns erörterst, aber trotz mehrfachem durchwälzen der Argumente und der Sachlage komme ich zu dem Schluss, dass Deine Analyse so nicht zutreffend ist, weil Du 1. die Grundlagen auf der 1. Ebene ignorierst und 2. bei Deinen Überlegungen in die Tiefe nicht tiefgründig genug bist.
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Holstein Fans

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Re: Chemnitzer FC

#173

Beitragvon balkon » Mo 15. Mai 2017, 22:00

Zu den "Pfeifen":
Man muss sich nur mal ansehen, was für "Pfeifenkandidaten" in den Vereinen so das Sagen haben. Viele haben viel mit Fußball aber wenig Finanzkompetenzen zu tun. Es ist als ein Glücksfall zu sehen, dass wir bei Holstein eine Vereinsführung haben, die in der Vergangenheit ziemlich oft (und zunächst zur Enttäuschung Vieler) mal "zu teuer" gesagt hat. Und das bleibt hoffentlich auch so.
Bundesliga Zwei - Holstein ist dabei!

Und da wir ja im Moment auch träumen dürfen:

Bundesliga Eins - ääähm, ein Wort das sich reimt? Ich find' keins!

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Re: Chemnitzer FC

#174

Beitragvon schwarkman » Sa 27. Mai 2017, 14:51

Es fehlen "nur" noch 2.5 Mio die bis Freitag, den 02.06.17, nachzuweisen sind. Na denn.....

http://www.chemnitzerfc.de/cfc/aktuell/ ... a6c7dd22b3

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Re: Chemnitzer FC

#175

Beitragvon Beneto » Sa 27. Mai 2017, 16:25

schwarkman hat geschrieben:Es fehlen "nur" noch 2.5 Mio die bis Freitag, den 02.06.17, nachzuweisen sind. Na denn.....

http://www.chemnitzerfc.de/cfc/aktuell/ ... a6c7dd22b3


Und was passiert, wenn sie das nicht schaffen? Darf einer der abgestiegenen dann doch bleiben oder rückt einer mehr aus der Regionalliga hoch?

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Re: Chemnitzer FC

#176

Beitragvon matten » Sa 27. Mai 2017, 18:04

Beneto hat geschrieben:
schwarkman hat geschrieben:Es fehlen "nur" noch 2.5 Mio die bis Freitag, den 02.06.17, nachzuweisen sind. Na denn.....

http://www.chemnitzerfc.de/cfc/aktuell/ ... a6c7dd22b3


Und was passiert, wenn sie das nicht schaffen? Darf einer der abgestiegenen dann doch bleiben oder rückt einer mehr aus der Regionalliga hoch?


Ja, es würde Paderborn drinnen bleiben, aber die kämpfen ja auch noch um die Lizenz :grin)

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Re: Chemnitzer FC

#177

Beitragvon Ruhrpottstorch » Mo 29. Mai 2017, 16:11

matten hat geschrieben:
Beneto hat geschrieben:
schwarkman hat geschrieben:Es fehlen "nur" noch 2.5 Mio die bis Freitag, den 02.06.17, nachzuweisen sind. Na denn.....

http://www.chemnitzerfc.de/cfc/aktuell/ ... a6c7dd22b3


Und was passiert, wenn sie das nicht schaffen? Darf einer der abgestiegenen dann doch bleiben oder rückt einer mehr aus der Regionalliga hoch?


Ja, es würde Paderborn drinnen bleiben, aber die kämpfen ja auch noch um die Lizenz :grin)


Ist zwar sehr hypothetisch und auch etwas off-topic. aber weiss eigentlich jemand was geschehen würde, wenn 4 Teams keine Lizenz erhalten?
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Re: Chemnitzer FC

#178

Beitragvon holzbein » Mo 29. Mai 2017, 16:43

Ich bin mir ziemlich sicher:
- Es gäbe 2016/17 keine sportlichen Absteiger, sondern nur die vier Teams ohne Lizenz müssten runtergehen.
- Es würden aber wie geplant nur drei Teams aus den Regionalligen aufsteigen.
- 2017/18 würde die Dritte Liga nur mit 19 Teams spielen, von denen dann nur die beiden letzten absteigen müssten.

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Re: Chemnitzer FC

#179

Beitragvon Storch Andre » So 4. Jun 2017, 11:44

Ziemlich ruhig hier ... reicht das gesammelte Geld doch nicht???? :whistle: K-)

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Re: Chemnitzer FC

#180

Beitragvon schwarkman » So 4. Jun 2017, 11:55

[...] Die Chancen auf die Erteilung der Lizenz werden von Insidern mit "um die 30 Prozent" oder " die Hoffnung stirbt zuletzt" angegeben [...]

http://www.freiepresse.de/SPORT/Chemnit ... 919097.php


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