Drei Punkte am "grünen Tisch" für die Konkurrenz ist immer ärgerlich. Diese Punkte dürften bei der Ermittlung von Auf- bzw Abstiegsplätzen nicht mitzählen.Luis hat geschrieben: ↑Mi 18. Mär 2026, 19:22Ich bin ein bisschen spät dran, aber die Info gibts natürlich trotzdem: Am letzten Sonntag ging die Saison für unsere Adler etwas früher los als üblich, nämlich mit dem Nachholspiel in Döhren.
Eine Überraschung ist dabei leider ausgeblieben. Der haushohe Favorit hat mit 50:5 gewonnen und sich damit auch an die Tabellenspitze gesetzt.
Reuglär gehts dann am kommenden Samstag den 21.3. weiter, wenn die Welfen Braunschweig auf dem PPP zu Gast sind. Und das Spiel hat dann schon so ein ganz kleines bisschen was von einer Vorentscheidung. Die Welfen liegen gerade 4 Punkte vor uns in der Tabelle und 1860 Bremen, das bis vor kurzem nur 3 Punkte davor lag, ist am grünen Tisch davongezogen, weil Hannover II am Sonntag nicht zu denen wird anreisen können.
Da sollte also dringend gepunkten werden, wenn man den Relegationsplatz noch verlassen will.
FT Adler Kiel (Rugby)
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elber5

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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
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Luis

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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
Tatsächlich sind es im Rugby sogar 5 Punkte. Da haben wir auch schon von profitiert und gerade im Amateurbereich kommt das vor und zwar gar nicht mal so selten. Aber die Situation gerade ist schon echt blöd für uns.
Naja, da hilft kein Lamentieren. Einfach am Samstag punkten und alles ist wieder gut. Und soooo schlimm ist die Tabellenlage ja auch noch nicht. Klar, wir sind Vorletzter, aber selbst zu Platz 3 sind es nur 9 Punkte Rückstand bei 40 noch zu vergebenen Zählern.
Naja, da hilft kein Lamentieren. Einfach am Samstag punkten und alles ist wieder gut. Und soooo schlimm ist die Tabellenlage ja auch noch nicht. Klar, wir sind Vorletzter, aber selbst zu Platz 3 sind es nur 9 Punkte Rückstand bei 40 noch zu vergebenen Zählern.
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Luis

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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
Endlich war es so weit, die Adler flogen wieder und das mit mächtig Aufwind.
Von Sekunde 1 an, als die Kieler den eigenen Ankick fangen konnten, entwickelte sich ein rasantes Spiel, bei dem Kiel den Gast aus Braunschweig mit Macht hinten rein drückte.
Die Verteidigung der Welfen stand eine Zeit lang sicher und konnte oft noch das entscheidene Tackle setzen oder den Ball aus der Gefahrenzone bringen aber nach jedem Befreiungsschlag waren die Adler sofort wieder da und rannten erneut an. Es muss so um die 20. Minute rum gewesen sein, als es dann auch endlich klingelte. Nach einem schönen Angriffszug über den linken Flügel konnte einer unserer Jungs durch die bis dahin so sattelfeste Verteidigung durchbrechen und nahe der Außenlinie im Malfeld ablegen.
Der Erhöhungskick aus ziemlich schwerem Winkel ging daneben und so stand es 5:0 für unsere Farben.
Ab da begannen die Welfen, wohl mit ordentlich Wut im Bauch, sich immer mehr freizuschwimmen. Jetzt wurden wir hinten reingedrückt und wie! In dieser Phase hatte Braunschweig mächtige Feldvorteile und das Spiel fand nur noch in der Nähe unserer eigenen Endzone statt. Wir überstanden diese Druckphase aber dank einer couragierten Leistung der Abwehr und, wie man fairerweise zugeben muss, der mangelnden Konsequenz der Gäste. Hätte Braunschweig hier mit mehr Konzentration agiert, hätte das ganz, ganz böse für uns ausgehen können.
So aber drängten wir den Gegner langsam aber sicher wieder zurück und arbeiteten uns nach vorne. Dabei setzte sich auch fort, was in der ersten Druckphase schon bemerkbar geworden war: Die Adler spielten deutlich weniger hohe Kicks. Stattdessen gab es ein phasenweise schon ziemlich gut aussehendes Kurzpassspiel und auch einige Versuche, den Ball nah am Boden gezielt nach vorne zu kicken. Da war heute VIEL mehr Struktur im Angriff als noch vor der Winterpause - gerne mehr davon
Aber alles funktionierte dann natürlich auch noch nicht. Während einer weiteren der vielen schönen Angriffsbemühungen, war der Pass dann doch mal zu riskant. Der Spielmacher der Gäste fing den Pass ab und rannte von kurz vorm eigenen Malfeld durch bis in unsere Endzone - ein wirklich schner Versuch, der dann auch leicht zu erhöhen war. 5:7.
Alles richtete sich schon darauf ein, daß es mit diesem Stand in die Pause gehen würde, aber die Adler hatten noch einen Pfeil im Köcher. Quasi mit dem Pausenpfiff ging es noch einmal noch ganz schnell. Vom gegenüberliegenden Ende des Feldes war es schwer zu erkennen, was da genau passierte. Aber es schien, als hätte die Braunschweiger Abwehr da gepennt, denn unser Angreifer ging ziemlich einfach durch die Kette durch und legte im Malfeld ab.
Leider hatte der diesmal für die Kicks verantwortliche Connor Walsh heute nicht gerade den besten Fuß. Der Erhöhungskick hatte zwar nen guten Winkel aber nicht genug Kraft und erreichte die Stangen nicht.
So ging es mit einer knappen Führung von 10:7 in die Pause.
In der Pause konnte man die knackige und sehr positive Halbzeitansprache im Mannschaftskreis mit anhören und merkte: Jo, da ist Leben in dieser Truppe. Alles sehr positiv und energiegeladen.
Und so ging man dann auch ans Spiel ran.
Zwar funktionierten irgendwie in der zweiten Hälfte die Gasseneinwürfe überhaupt nicht mehr, aber im laufenden Spiel überzeugte Kiel weiter durch sichere Pässe und schnelles Phasenspiel, biss sich aber weiterhin oft die Zähne an der Abwehr der Braunschweiger aus, die jetzt jedoch langsam zu wackeln begann und oft nur mit regelwidrigen Mitteln in der Lage waren, die Angriffswellen der Adler zu stoppen.
Schließlich wurde es dem Schiri dann zu viel und er verteilte beim nächsten Fehler neben dem Straftritt für Kiel noch eine gelbe Karte samt der dazugehörigen Zeitstrafe für Braunschweig.
Der Straftritt wurde für 3 Punkte zwischen die Stangen gesetzt - der einzige erfolgreiche Kick des Tages. Es stand 13:7 und Kiel machte in Überzahl weiterhin mächtig Druck.
Der sich abzeichende Versuch für die Adler fiel dann bald, wenn auch eher kurios in der Entstehung.
Die Adler bekamen bei einem unsauberen Gedränge einen Freitritt zugesprochen, der aber einem Braunschweiger mitten in die Hände fiel. Der lief natürlich sofort los und wäre auch fast wieder durch gekommen. In letzter Sekunde wurde er aber noch getacklet, wobei ihm der Ball aus den Händen flog und direkt bei unserem unermüdlichen Kapitän Jakob Kuppsch landete, der sich mit einer mächtigen Energieleistung durch zwei Verteidiger durchtankte und sehr zentral ablegte.
Der Erhöhungskick ging wieder daneben und so stand es 18:7, langsam aber sicher wuchsen die Hoffnungen auf einen Heimsieg.
Braunschweigs Moral schien jetzt gebrochen. Nach vorne ging nicht mehr viel, unsere Adler waren fast dauerhaft im Angriff, wurden jetzt aber auch etwas schluderig. Oft wurde versucht, es zu schön zu machen, ja quasi zu zaubern. Aber dafür reichte die spielerische Qualität dann doch nicht aus und so verliefen die meisten Angriffe sich.
Aber eben nur die meisten und nicht alle, einmal schafften unsere Jungs es tatsächlich noch durch die immer weiter abbauende Abwehrreihe der Welfen und legten einen weiteren recht mittigen Versuch, der erneut nicht erhöht werden konnte.
Es stand jetzt 23:7 und bei ungefähr noch 8 Minuten auf der Uhr und inzwischen sehr schwachen Gästen war allen klar, daß wird heute was werden und so war es dann auch.
Braunschweig raffte sich zwar noch einmal auf und fuhr die letzten Minuten über eine ganz ordentliche Schlußoffensive, doch konnte unsere eigene Abwehr sich auch noch auszeichnen und hat einfach alles rigoros weg verteidigt.
Und so blieb es dann beim obigen Ergebnis, am Ende stand ein 23:7 Heimsieg. Und dank der vier gelegten Versuche gabs auch den offensiven Bonuspunkt für die Tabelle, dank dem die Adler den Relegationsplatz verlassen konnten und erstmals seit dem zweiten Spieltag wieder auf einem Nichtabstiegsplatz stehen.
In der nächsten Woche geht es dann auswärts bei den Hamburg Exiles weiter, die heute zeitgleich zu unserer Partie völlig überraschend den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer aus Döhren mit 45:15 auseinandergenommen haben. Das zeigt nur, daß in dieser verrückten Liga wirklich alles passieren kann, vielleicht ja auch ein Auswärtssieg der Adler, wir werden es sehen.
Von Sekunde 1 an, als die Kieler den eigenen Ankick fangen konnten, entwickelte sich ein rasantes Spiel, bei dem Kiel den Gast aus Braunschweig mit Macht hinten rein drückte.
Die Verteidigung der Welfen stand eine Zeit lang sicher und konnte oft noch das entscheidene Tackle setzen oder den Ball aus der Gefahrenzone bringen aber nach jedem Befreiungsschlag waren die Adler sofort wieder da und rannten erneut an. Es muss so um die 20. Minute rum gewesen sein, als es dann auch endlich klingelte. Nach einem schönen Angriffszug über den linken Flügel konnte einer unserer Jungs durch die bis dahin so sattelfeste Verteidigung durchbrechen und nahe der Außenlinie im Malfeld ablegen.
Der Erhöhungskick aus ziemlich schwerem Winkel ging daneben und so stand es 5:0 für unsere Farben.
Ab da begannen die Welfen, wohl mit ordentlich Wut im Bauch, sich immer mehr freizuschwimmen. Jetzt wurden wir hinten reingedrückt und wie! In dieser Phase hatte Braunschweig mächtige Feldvorteile und das Spiel fand nur noch in der Nähe unserer eigenen Endzone statt. Wir überstanden diese Druckphase aber dank einer couragierten Leistung der Abwehr und, wie man fairerweise zugeben muss, der mangelnden Konsequenz der Gäste. Hätte Braunschweig hier mit mehr Konzentration agiert, hätte das ganz, ganz böse für uns ausgehen können.
So aber drängten wir den Gegner langsam aber sicher wieder zurück und arbeiteten uns nach vorne. Dabei setzte sich auch fort, was in der ersten Druckphase schon bemerkbar geworden war: Die Adler spielten deutlich weniger hohe Kicks. Stattdessen gab es ein phasenweise schon ziemlich gut aussehendes Kurzpassspiel und auch einige Versuche, den Ball nah am Boden gezielt nach vorne zu kicken. Da war heute VIEL mehr Struktur im Angriff als noch vor der Winterpause - gerne mehr davon
Aber alles funktionierte dann natürlich auch noch nicht. Während einer weiteren der vielen schönen Angriffsbemühungen, war der Pass dann doch mal zu riskant. Der Spielmacher der Gäste fing den Pass ab und rannte von kurz vorm eigenen Malfeld durch bis in unsere Endzone - ein wirklich schner Versuch, der dann auch leicht zu erhöhen war. 5:7.
Alles richtete sich schon darauf ein, daß es mit diesem Stand in die Pause gehen würde, aber die Adler hatten noch einen Pfeil im Köcher. Quasi mit dem Pausenpfiff ging es noch einmal noch ganz schnell. Vom gegenüberliegenden Ende des Feldes war es schwer zu erkennen, was da genau passierte. Aber es schien, als hätte die Braunschweiger Abwehr da gepennt, denn unser Angreifer ging ziemlich einfach durch die Kette durch und legte im Malfeld ab.
Leider hatte der diesmal für die Kicks verantwortliche Connor Walsh heute nicht gerade den besten Fuß. Der Erhöhungskick hatte zwar nen guten Winkel aber nicht genug Kraft und erreichte die Stangen nicht.
So ging es mit einer knappen Führung von 10:7 in die Pause.
In der Pause konnte man die knackige und sehr positive Halbzeitansprache im Mannschaftskreis mit anhören und merkte: Jo, da ist Leben in dieser Truppe. Alles sehr positiv und energiegeladen.
Und so ging man dann auch ans Spiel ran.
Zwar funktionierten irgendwie in der zweiten Hälfte die Gasseneinwürfe überhaupt nicht mehr, aber im laufenden Spiel überzeugte Kiel weiter durch sichere Pässe und schnelles Phasenspiel, biss sich aber weiterhin oft die Zähne an der Abwehr der Braunschweiger aus, die jetzt jedoch langsam zu wackeln begann und oft nur mit regelwidrigen Mitteln in der Lage waren, die Angriffswellen der Adler zu stoppen.
Schließlich wurde es dem Schiri dann zu viel und er verteilte beim nächsten Fehler neben dem Straftritt für Kiel noch eine gelbe Karte samt der dazugehörigen Zeitstrafe für Braunschweig.
Der Straftritt wurde für 3 Punkte zwischen die Stangen gesetzt - der einzige erfolgreiche Kick des Tages. Es stand 13:7 und Kiel machte in Überzahl weiterhin mächtig Druck.
Der sich abzeichende Versuch für die Adler fiel dann bald, wenn auch eher kurios in der Entstehung.
Die Adler bekamen bei einem unsauberen Gedränge einen Freitritt zugesprochen, der aber einem Braunschweiger mitten in die Hände fiel. Der lief natürlich sofort los und wäre auch fast wieder durch gekommen. In letzter Sekunde wurde er aber noch getacklet, wobei ihm der Ball aus den Händen flog und direkt bei unserem unermüdlichen Kapitän Jakob Kuppsch landete, der sich mit einer mächtigen Energieleistung durch zwei Verteidiger durchtankte und sehr zentral ablegte.
Der Erhöhungskick ging wieder daneben und so stand es 18:7, langsam aber sicher wuchsen die Hoffnungen auf einen Heimsieg.
Braunschweigs Moral schien jetzt gebrochen. Nach vorne ging nicht mehr viel, unsere Adler waren fast dauerhaft im Angriff, wurden jetzt aber auch etwas schluderig. Oft wurde versucht, es zu schön zu machen, ja quasi zu zaubern. Aber dafür reichte die spielerische Qualität dann doch nicht aus und so verliefen die meisten Angriffe sich.
Aber eben nur die meisten und nicht alle, einmal schafften unsere Jungs es tatsächlich noch durch die immer weiter abbauende Abwehrreihe der Welfen und legten einen weiteren recht mittigen Versuch, der erneut nicht erhöht werden konnte.
Es stand jetzt 23:7 und bei ungefähr noch 8 Minuten auf der Uhr und inzwischen sehr schwachen Gästen war allen klar, daß wird heute was werden und so war es dann auch.
Braunschweig raffte sich zwar noch einmal auf und fuhr die letzten Minuten über eine ganz ordentliche Schlußoffensive, doch konnte unsere eigene Abwehr sich auch noch auszeichnen und hat einfach alles rigoros weg verteidigt.
Und so blieb es dann beim obigen Ergebnis, am Ende stand ein 23:7 Heimsieg. Und dank der vier gelegten Versuche gabs auch den offensiven Bonuspunkt für die Tabelle, dank dem die Adler den Relegationsplatz verlassen konnten und erstmals seit dem zweiten Spieltag wieder auf einem Nichtabstiegsplatz stehen.
In der nächsten Woche geht es dann auswärts bei den Hamburg Exiles weiter, die heute zeitgleich zu unserer Partie völlig überraschend den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer aus Döhren mit 45:15 auseinandergenommen haben. Das zeigt nur, daß in dieser verrückten Liga wirklich alles passieren kann, vielleicht ja auch ein Auswärtssieg der Adler, wir werden es sehen.
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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
Danke für den wieder mal tollen Bericht.Luis hat geschrieben: ↑Sa 21. Mär 2026, 19:11Endlich war es so weit, die Adler flogen wieder und das mit mächtig Aufwind.
Von Sekunde 1 an, als die Kieler den eigenen Ankick fangen konnten, entwickelte sich ein rasantes Spiel, bei dem Kiel den Gast aus Braunschweig mit Macht hinten rein drückte.
Die Verteidigung der Welfen stand eine Zeit lang sicher und konnte oft noch das entscheidene Tackle setzen oder den Ball aus der Gefahrenzone bringen aber nach jedem Befreiungsschlag waren die Adler sofort wieder da und rannten erneut an. Es muss so um die 20. Minute rum gewesen sein, als es dann auch endlich klingelte. Nach einem schönen Angriffszug über den linken Flügel konnte einer unserer Jungs durch die bis dahin so sattelfeste Verteidigung durchbrechen und nahe der Außenlinie im Malfeld ablegen.
Der Erhöhungskick aus ziemlich schwerem Winkel ging daneben und so stand es 5:0 für unsere Farben.
Ab da begannen die Welfen, wohl mit ordentlich Wut im Bauch, sich immer mehr freizuschwimmen. Jetzt wurden wir hinten reingedrückt und wie! In dieser Phase hatte Braunschweig mächtige Feldvorteile und das Spiel fand nur noch in der Nähe unserer eigenen Endzone statt. Wir überstanden diese Druckphase aber dank einer couragierten Leistung der Abwehr und, wie man fairerweise zugeben muss, der mangelnden Konsequenz der Gäste. Hätte Braunschweig hier mit mehr Konzentration agiert, hätte das ganz, ganz böse für uns ausgehen können.
So aber drängten wir den Gegner langsam aber sicher wieder zurück und arbeiteten uns nach vorne. Dabei setzte sich auch fort, was in der ersten Druckphase schon bemerkbar geworden war: Die Adler spielten deutlich weniger hohe Kicks. Stattdessen gab es ein phasenweise schon ziemlich gut aussehendes Kurzpassspiel und auch einige Versuche, den Ball nah am Boden gezielt nach vorne zu kicken. Da war heute VIEL mehr Struktur im Angriff als noch vor der Winterpause - gerne mehr davon![]()
Aber alles funktionierte dann natürlich auch noch nicht. Während einer weiteren der vielen schönen Angriffsbemühungen, war der Pass dann doch mal zu riskant. Der Spielmacher der Gäste fing den Pass ab und rannte von kurz vorm eigenen Malfeld durch bis in unsere Endzone - ein wirklich schner Versuch, der dann auch leicht zu erhöhen war. 5:7.
Alles richtete sich schon darauf ein, daß es mit diesem Stand in die Pause gehen würde, aber die Adler hatten noch einen Pfeil im Köcher. Quasi mit dem Pausenpfiff ging es noch einmal noch ganz schnell. Vom gegenüberliegenden Ende des Feldes war es schwer zu erkennen, was da genau passierte. Aber es schien, als hätte die Braunschweiger Abwehr da gepennt, denn unser Angreifer ging ziemlich einfach durch die Kette durch und legte im Malfeld ab.
Leider hatte der diesmal für die Kicks verantwortliche Connor Walsh heute nicht gerade den besten Fuß. Der Erhöhungskick hatte zwar nen guten Winkel aber nicht genug Kraft und erreichte die Stangen nicht.
So ging es mit einer knappen Führung von 10:7 in die Pause.
In der Pause konnte man die knackige und sehr positive Halbzeitansprache im Mannschaftskreis mit anhören und merkte: Jo, da ist Leben in dieser Truppe. Alles sehr positiv und energiegeladen.
Und so ging man dann auch ans Spiel ran.
Zwar funktionierten irgendwie in der zweiten Hälfte die Gasseneinwürfe überhaupt nicht mehr, aber im laufenden Spiel überzeugte Kiel weiter durch sichere Pässe und schnelles Phasenspiel, biss sich aber weiterhin oft die Zähne an der Abwehr der Braunschweiger aus, die jetzt jedoch langsam zu wackeln begann und oft nur mit regelwidrigen Mitteln in der Lage waren, die Angriffswellen der Adler zu stoppen.
Schließlich wurde es dem Schiri dann zu viel und er verteilte beim nächsten Fehler neben dem Straftritt für Kiel noch eine gelbe Karte samt der dazugehörigen Zeitstrafe für Braunschweig.
Der Straftritt wurde für 3 Punkte zwischen die Stangen gesetzt - der einzige erfolgreiche Kick des Tages. Es stand 13:7 und Kiel machte in Überzahl weiterhin mächtig Druck.
Der sich abzeichende Versuch für die Adler fiel dann bald, wenn auch eher kurios in der Entstehung.
Die Adler bekamen bei einem unsauberen Gedränge einen Freitritt zugesprochen, der aber einem Braunschweiger mitten in die Hände fiel. Der lief natürlich sofort los und wäre auch fast wieder durch gekommen. In letzter Sekunde wurde er aber noch getacklet, wobei ihm der Ball aus den Händen flog und direkt bei unserem unermüdlichen Kapitän Jakob Kuppsch landete, der sich mit einer mächtigen Energieleistung durch zwei Verteidiger durchtankte und sehr zentral ablegte.
Der Erhöhungskick ging wieder daneben und so stand es 18:7, langsam aber sicher wuchsen die Hoffnungen auf einen Heimsieg.
Braunschweigs Moral schien jetzt gebrochen. Nach vorne ging nicht mehr viel, unsere Adler waren fast dauerhaft im Angriff, wurden jetzt aber auch etwas schluderig. Oft wurde versucht, es zu schön zu machen, ja quasi zu zaubern. Aber dafür reichte die spielerische Qualität dann doch nicht aus und so verliefen die meisten Angriffe sich.
Aber eben nur die meisten und nicht alle, einmal schafften unsere Jungs es tatsächlich noch durch die immer weiter abbauende Abwehrreihe der Welfen und legten einen weiteren recht mittigen Versuch, der erneut nicht erhöht werden konnte.
Es stand jetzt 23:7 und bei ungefähr noch 8 Minuten auf der Uhr und inzwischen sehr schwachen Gästen war allen klar, daß wird heute was werden und so war es dann auch.
Braunschweig raffte sich zwar noch einmal auf und fuhr die letzten Minuten über eine ganz ordentliche Schlußoffensive, doch konnte unsere eigene Abwehr sich auch noch auszeichnen und hat einfach alles rigoros weg verteidigt.
Und so blieb es dann beim obigen Ergebnis, am Ende stand ein 23:7 Heimsieg. Und dank der vier gelegten Versuche gabs auch den offensiven Bonuspunkt für die Tabelle, dank dem die Adler den Relegationsplatz verlassen konnten und erstmals seit dem zweiten Spieltag wieder auf einem Nichtabstiegsplatz stehen.
In der nächsten Woche geht es dann auswärts bei den Hamburg Exiles weiter, die heute zeitgleich zu unserer Partie völlig überraschend den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer aus Döhren mit 45:15 auseinandergenommen haben. Das zeigt nur, daß in dieser verrückten Liga wirklich alles passieren kann, vielleicht ja auch ein Auswärtssieg der Adler, wir werden es sehen.
Blau Weiß Rot - ein Leben lang.
Aufstieg 11.05.2024
1. Bundesliga-Tor 24.08. 2024
1. Bundesliga-Punkt 21.09.2024
1. Bundesliga-Sieg 02.11.2024
1. Bundesliga-Auswärts-Sieg 02.03.2025
Marcel Rapp Trainer für immer in meinem Herzen und in meinem Kopf.
Aufstieg 11.05.2024
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Luis

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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
Kuriose Entwicklung in der Regionalliga: Die zweite Mannschaft von Hannover 78 ist nicht mehr in der Wertung. Ob die selber abgemeldet haben oder vom Verband aus dem Sppielbetrieb genommen wurden, kann ich zur Zeit noch nicht sagen. Aber alle bisher gespielten Partien werden nachträglich als "nicht ausgetragen" gewertet, es gibt also keine Punkte für niemanden, was die Tabelle doch nen bisschen durcheinander wirbelt.
Hannover wird jetzt mit 0 Punkten und einer Differenz von 0:0 am Tabellenende geführt und steht als direkter Absteiger fest.
Kiel ist wieder 4 Punkte hinter den Welfen und 3 hinter Bremen und trotzdem ist der Klassenerhalt jetzt nahezu gesichert, da Hamburg II mit dem schwächsten Angriff und der mit Abstand schlechtesten Abwehr der Liga auf dem Relegationsplatz festgemeißelt scheint.
Hannover wird jetzt mit 0 Punkten und einer Differenz von 0:0 am Tabellenende geführt und steht als direkter Absteiger fest.
Kiel ist wieder 4 Punkte hinter den Welfen und 3 hinter Bremen und trotzdem ist der Klassenerhalt jetzt nahezu gesichert, da Hamburg II mit dem schwächsten Angriff und der mit Abstand schlechtesten Abwehr der Liga auf dem Relegationsplatz festgemeißelt scheint.
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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
Kein Bericht, weil ich nicht da war. Aber immerhin Ergebnisservice: Das Auswärtsspiel bei den Hamburg Exiles ging mit 7:17 verloren.
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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
Das für gestern angesetzte Auswärtsspiel in Ricklingen musste leider von Seiten der Adler aus abgesagt werden. Durch die daraus resultierenden zwei abgezogenen Punkte in der Tabelle, ist Kiel tatsächlich wieder auf den Relegationsrang abgerutscht.
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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
Nachdem sie letzte Woche erzwungenermaßen Nesthocker waren, sind die Adler heute wieder über den Platz geflogen.
Vor geschätzten 50 Zuschauern war der SV Odin zu Gast und kam gleich mit mächtig Dampf ins Spiel. Die Partie spielte sich rund zwanzig Minuten lang nur in der Kieler 22-Meter-Zone ab. Die Gäste vom Maschsee hämmerten ein ums andere mal auf unsere Verteidigung ein, ein Angriff jagte den nächsten.
Unsere Jungs hielten dem enormen Druck aber stand und haben in dieser Phase alles weg verteidigt, was unserer Linie zu nahe kam. Manches mal war auch viel Glück dabei, aber im großen und ganzen stand die Abwehr sehr sicher. Leider galt das für die Offensivabteilung zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Nahezu alle Entlastungsversuche scheiterten. Hohe Kicks landeten beim Gegner, eigene Pässe wurden fahrlässig verworfen, während die Gäste sich immer weiter die Zähne an der Verteidigung der Kieler ausbissen.
Schließlich wurde es den Hannoveranern zu viel und sie setzten ihren nächsten Straftritt auf die Stangen - 0:3.
Und die Gäste ließen nicht nach; immer weiter rannten sie gegen unser Bollwerk an und kamen schließlich auch durch.
Nur wenige Minuten nach dem Straftritt, wurde unsere Abwehrkette erstmals durchbrochen und der Ball recht mittig abgelegt, so daß die Erhöhung kein großes Problem war. Es stand 0:10.
Nun mussten die Jungs vom SV Odin ihrem enorm hohen Tempo aber Tribut zollen und auch bei ihnen schlich sich das Fehlerteufelchen ein. Gleichzeitig wurde das Angriffsspiel der Kieler (endlich) etwas strukturierter.
Auch die Standardsituationen klappten jetzt meistens und so fiel dann auch bald der erste Versuch der Adler, allerdings weit draußen. Der Winkel für den Erhöhungskick war schwierig und der ging dann auch daneben. So stand es 5:10 und Kiel ließ nicht locker. Man merkte unseren Jungs an, daß sie mindestens den Ausgleich vor der Pause noch schaffen wollten. Und das gelang auch. In einer ziemlich wuseligen, unübersichtlichen Szene setzten die Adler sich mit gepflegtem Kurzpasspiel auf der rechten Seite durch und konnten das Ei schließlich erfolgreich ablegen.
Der Erhöhungskick ging wieder daneben, aber der Ausgleich war gelungen - 10:10.
Nun stellten sich alle schon auf die Pause ein, aber noch war nicht Schluß. Dem SV Odin mißlang der Abstoß. Der muss beim Rugby mindestens 10 Meter weit in die gegnerische Hälfte gehen. War hier nicht der Fall, so gab es also Gedränge für Kiel an der Mittellinie. Das standen unsere Adler sicher und leiteten daraus einen weiteren Angriff ein. Der SV Odin konnte mehrere Läufe stoppen, den letzten aber nur noch regelwidrig. Der fällige Straftritt aus zentraler Position war kein Problem für den heute als Kicker tätigen Connor Walsh und so war der Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt. Aus einem 0:10-Rückstand wurde eine 13:10 Pausenführung.
Die zweite Hälfte begann mit einem Jubelmoment, den ich tatsächlich verpasst hab, weil ich noch am Verpflegungsstand war
Daher kann ich nicht genau sagen, wie der Versuch fiel. Aber die Adler müssen den eigenen Ankick gefangen oder ihn zumindest blitzschnell zurück erobert haben. Wie auch immer, der Ball wurde zentral abgelegt, die Erhöhung gelang, es stand 20:10.
Dann waren aber wieder die Gäste dran. Die Hannoveraner schnürten uns jetzt erneut in der eigenen Hälfte ein und pochten an unsere Tore. Kiel, wegen einer Zeitstrafe gegen unseren Kapitän für 10 Minuten in Unterzahl, verteidigte weiterhin tapfer und es gelang uns schließlich sogar, den Ball hochzuhalten. Hannover war also in die Endzone vorgedrungen und hatte den Ball abgelegt, allerdings konnte einer unserer Jungs sich noch darunter schmeißen, so daß der Ball auf seinem Körper landete und nicht auf dem Boden - eine der schwierigsten Abwehraktionen im Rugby. Das gelingt selbst den Profis nicht oft, aber wenns mal passiert, ist es immer herrlich.
Leider, leider konnten wir aus dieser Situation kein Kapital schlagen, ganz im Gegenteil.
Beim fälligen Goalline Dropout rutschte dem Kicker der Ball üben den Schlappen und statt, wie geplant, irgendwo auf Höhe der Mittellinie ins Aus zu gehen, landete er mitten in den Händen eines Hannoveraner Angreifers, der sofort auf unsere noch unorganisierte Linie zustürmte. Der erste Angriff konnte noch zurückgeschlagen werden, der zweite nicht mehr.
Der SV Odin legte zentral ab und nach der erfolgreichen Erhöhung stand es nur noch 20:17.
Die Gäste griffen nun weiter energisch an und stellten unsere Adler ein ums andere mal auf eine harte Probe. Wieder konnte aber jede Attacke irgendwie aufgehalten werden.
Und schließlich konnte man sogar einen gegnerischen Gasseneinwurf abfangen. Der Linebreak gelang und die Adler stürmten fast bis ins gegnerische Malfeld durch.
Punkte gab es noch keine, aber zumindest verlagerte sich das Spiel wieder in die Hälfte der Gäste und Kiel war wieder damit dran, Angriffswelle auf Angriffswelle zu starten.
Dabei gab es den ein oder anderen Fehlpass oder Vorball und das Spiel wurde daher immer wieder unterbrochen. Nachdem dann ein paar Minuten lang eine Menge hoher Kicks hin und her flogen und die Partie sich größtenteils im Mittelfeld abspielte, konnte Kiel erneut nach vorne kommen. Die folgende Sequenz hatte einige echt mächtige Hits zu bieten, beide Seiten mussten ordentlich einstecken und der ein oder andere Brummschädel wurde verteilt.
Am Ende dieses Kampfes, brach einer unserer schweren Jungs durch und war nicht mehr zu halten, als er unter den Stangen ablegte. Die Erhöhung war Makulatur und so stand es 27:17.
Lange freuen konnten wir uns über den komfortablen Vorsprung aber nicht. Viele Spieler waren inzwischen gezeichnet und humpelten mehr über den Platz, als daß sie rannten.
Es mag vielleicht zwei Minuten nach dem Kieler Versuch gewesen sein, daß vier Spieler am Boden hockten und auf der rechten Feldseite schon der Sani reinkam, als die Gäste auf der linken Seite durch die dezimierte Kieler Abwehr stießen. Der Flügelspieler der Gäste konnte dann noch fast bis zu den Stangen rennen und dort ablegen, so daß auch diese Erhöhung locker und leicht über die Querlatte ging. Es stand 27:24.
Und der SV Odin wollte mehr. Die Hannoveraner rochen den Auswärtssieg und stürmten wieder an. Die Zeit war fast um und jeder Fehler auf Seiten der Hannoveraner hätte wahrscheinlich bedeutet, daß nun nichts mehr anbrennen würde.
Aber die Gäste machten keinen Fehler. Der Ball lief sicher durch die Reihen und langsam aber stetig kamen sie unserer Endzone immer näher. Linebreaks wurden versucht aber gestoppt, Querpässe wurden gut gelesen und das Stellungsspiel der Adler stimmte. Aber man merkte, daß alle mit den Kräften nahezu am Ende waren. Hannover rückte näher an die 22, während der Sekundenzeiger die rote Marke überquerte.
Es dauerte sicherlich noch zwei oder drei Minuten länger als die üblichen 80, aber schließlich gelang es dann doch - einer unserer Jungs konnte schnell genug über das Hannoveraner Paket schieben und so den Ballbesitzwechsel erzwingen. Das Ei wurde daraufhin nach hinten gepasst und mit aller Macht und spürbarer Erleichterung ins Aus gedroschen - das Spiel war vorüber und die Adler freuten sich über einen denkbar knappen und hart erkämpften 27:24 Heimsieg.
Da der HRC 2 parallel das Lokalderby gegen die Hamburg Exiles klar mit 0:39 verloren hat, konnten die Adler sich in der Tabelle wieder um einen Platz verbessern und haben den Relegationsrang verlassen.
Weiter geht es dann am Sonntag, den 3.5. mit dem direkten Duell gegen den HRC 2 auf dem PPP - ein Spiel mit einem Hauch von Vorentscheidung.
Vor geschätzten 50 Zuschauern war der SV Odin zu Gast und kam gleich mit mächtig Dampf ins Spiel. Die Partie spielte sich rund zwanzig Minuten lang nur in der Kieler 22-Meter-Zone ab. Die Gäste vom Maschsee hämmerten ein ums andere mal auf unsere Verteidigung ein, ein Angriff jagte den nächsten.
Unsere Jungs hielten dem enormen Druck aber stand und haben in dieser Phase alles weg verteidigt, was unserer Linie zu nahe kam. Manches mal war auch viel Glück dabei, aber im großen und ganzen stand die Abwehr sehr sicher. Leider galt das für die Offensivabteilung zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Nahezu alle Entlastungsversuche scheiterten. Hohe Kicks landeten beim Gegner, eigene Pässe wurden fahrlässig verworfen, während die Gäste sich immer weiter die Zähne an der Verteidigung der Kieler ausbissen.
Schließlich wurde es den Hannoveranern zu viel und sie setzten ihren nächsten Straftritt auf die Stangen - 0:3.
Und die Gäste ließen nicht nach; immer weiter rannten sie gegen unser Bollwerk an und kamen schließlich auch durch.
Nur wenige Minuten nach dem Straftritt, wurde unsere Abwehrkette erstmals durchbrochen und der Ball recht mittig abgelegt, so daß die Erhöhung kein großes Problem war. Es stand 0:10.
Nun mussten die Jungs vom SV Odin ihrem enorm hohen Tempo aber Tribut zollen und auch bei ihnen schlich sich das Fehlerteufelchen ein. Gleichzeitig wurde das Angriffsspiel der Kieler (endlich) etwas strukturierter.
Auch die Standardsituationen klappten jetzt meistens und so fiel dann auch bald der erste Versuch der Adler, allerdings weit draußen. Der Winkel für den Erhöhungskick war schwierig und der ging dann auch daneben. So stand es 5:10 und Kiel ließ nicht locker. Man merkte unseren Jungs an, daß sie mindestens den Ausgleich vor der Pause noch schaffen wollten. Und das gelang auch. In einer ziemlich wuseligen, unübersichtlichen Szene setzten die Adler sich mit gepflegtem Kurzpasspiel auf der rechten Seite durch und konnten das Ei schließlich erfolgreich ablegen.
Der Erhöhungskick ging wieder daneben, aber der Ausgleich war gelungen - 10:10.
Nun stellten sich alle schon auf die Pause ein, aber noch war nicht Schluß. Dem SV Odin mißlang der Abstoß. Der muss beim Rugby mindestens 10 Meter weit in die gegnerische Hälfte gehen. War hier nicht der Fall, so gab es also Gedränge für Kiel an der Mittellinie. Das standen unsere Adler sicher und leiteten daraus einen weiteren Angriff ein. Der SV Odin konnte mehrere Läufe stoppen, den letzten aber nur noch regelwidrig. Der fällige Straftritt aus zentraler Position war kein Problem für den heute als Kicker tätigen Connor Walsh und so war der Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt. Aus einem 0:10-Rückstand wurde eine 13:10 Pausenführung.
Die zweite Hälfte begann mit einem Jubelmoment, den ich tatsächlich verpasst hab, weil ich noch am Verpflegungsstand war
Daher kann ich nicht genau sagen, wie der Versuch fiel. Aber die Adler müssen den eigenen Ankick gefangen oder ihn zumindest blitzschnell zurück erobert haben. Wie auch immer, der Ball wurde zentral abgelegt, die Erhöhung gelang, es stand 20:10.
Dann waren aber wieder die Gäste dran. Die Hannoveraner schnürten uns jetzt erneut in der eigenen Hälfte ein und pochten an unsere Tore. Kiel, wegen einer Zeitstrafe gegen unseren Kapitän für 10 Minuten in Unterzahl, verteidigte weiterhin tapfer und es gelang uns schließlich sogar, den Ball hochzuhalten. Hannover war also in die Endzone vorgedrungen und hatte den Ball abgelegt, allerdings konnte einer unserer Jungs sich noch darunter schmeißen, so daß der Ball auf seinem Körper landete und nicht auf dem Boden - eine der schwierigsten Abwehraktionen im Rugby. Das gelingt selbst den Profis nicht oft, aber wenns mal passiert, ist es immer herrlich.
Leider, leider konnten wir aus dieser Situation kein Kapital schlagen, ganz im Gegenteil.
Beim fälligen Goalline Dropout rutschte dem Kicker der Ball üben den Schlappen und statt, wie geplant, irgendwo auf Höhe der Mittellinie ins Aus zu gehen, landete er mitten in den Händen eines Hannoveraner Angreifers, der sofort auf unsere noch unorganisierte Linie zustürmte. Der erste Angriff konnte noch zurückgeschlagen werden, der zweite nicht mehr.
Der SV Odin legte zentral ab und nach der erfolgreichen Erhöhung stand es nur noch 20:17.
Die Gäste griffen nun weiter energisch an und stellten unsere Adler ein ums andere mal auf eine harte Probe. Wieder konnte aber jede Attacke irgendwie aufgehalten werden.
Und schließlich konnte man sogar einen gegnerischen Gasseneinwurf abfangen. Der Linebreak gelang und die Adler stürmten fast bis ins gegnerische Malfeld durch.
Punkte gab es noch keine, aber zumindest verlagerte sich das Spiel wieder in die Hälfte der Gäste und Kiel war wieder damit dran, Angriffswelle auf Angriffswelle zu starten.
Dabei gab es den ein oder anderen Fehlpass oder Vorball und das Spiel wurde daher immer wieder unterbrochen. Nachdem dann ein paar Minuten lang eine Menge hoher Kicks hin und her flogen und die Partie sich größtenteils im Mittelfeld abspielte, konnte Kiel erneut nach vorne kommen. Die folgende Sequenz hatte einige echt mächtige Hits zu bieten, beide Seiten mussten ordentlich einstecken und der ein oder andere Brummschädel wurde verteilt.
Am Ende dieses Kampfes, brach einer unserer schweren Jungs durch und war nicht mehr zu halten, als er unter den Stangen ablegte. Die Erhöhung war Makulatur und so stand es 27:17.
Lange freuen konnten wir uns über den komfortablen Vorsprung aber nicht. Viele Spieler waren inzwischen gezeichnet und humpelten mehr über den Platz, als daß sie rannten.
Es mag vielleicht zwei Minuten nach dem Kieler Versuch gewesen sein, daß vier Spieler am Boden hockten und auf der rechten Feldseite schon der Sani reinkam, als die Gäste auf der linken Seite durch die dezimierte Kieler Abwehr stießen. Der Flügelspieler der Gäste konnte dann noch fast bis zu den Stangen rennen und dort ablegen, so daß auch diese Erhöhung locker und leicht über die Querlatte ging. Es stand 27:24.
Und der SV Odin wollte mehr. Die Hannoveraner rochen den Auswärtssieg und stürmten wieder an. Die Zeit war fast um und jeder Fehler auf Seiten der Hannoveraner hätte wahrscheinlich bedeutet, daß nun nichts mehr anbrennen würde.
Aber die Gäste machten keinen Fehler. Der Ball lief sicher durch die Reihen und langsam aber stetig kamen sie unserer Endzone immer näher. Linebreaks wurden versucht aber gestoppt, Querpässe wurden gut gelesen und das Stellungsspiel der Adler stimmte. Aber man merkte, daß alle mit den Kräften nahezu am Ende waren. Hannover rückte näher an die 22, während der Sekundenzeiger die rote Marke überquerte.
Es dauerte sicherlich noch zwei oder drei Minuten länger als die üblichen 80, aber schließlich gelang es dann doch - einer unserer Jungs konnte schnell genug über das Hannoveraner Paket schieben und so den Ballbesitzwechsel erzwingen. Das Ei wurde daraufhin nach hinten gepasst und mit aller Macht und spürbarer Erleichterung ins Aus gedroschen - das Spiel war vorüber und die Adler freuten sich über einen denkbar knappen und hart erkämpften 27:24 Heimsieg.
Da der HRC 2 parallel das Lokalderby gegen die Hamburg Exiles klar mit 0:39 verloren hat, konnten die Adler sich in der Tabelle wieder um einen Platz verbessern und haben den Relegationsrang verlassen.
Weiter geht es dann am Sonntag, den 3.5. mit dem direkten Duell gegen den HRC 2 auf dem PPP - ein Spiel mit einem Hauch von Vorentscheidung.
-
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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
ein richtig gutes Kieler Wochenende. DankeschönLuis hat geschrieben: ↑Sa 18. Apr 2026, 19:46Nachdem sie letzte Woche erzwungenermaßen Nesthocker waren, sind die Adler heute wieder über den Platz geflogen.
Vor geschätzten 50 Zuschauern war der SV Odin zu Gast und kam gleich mit mächtig Dampf ins Spiel. Die Partie spielte sich rund zwanzig Minuten lang nur in der Kieler 22-Meter-Zone ab. Die Gäste vom Maschsee hämmerten ein ums andere mal auf unsere Verteidigung ein, ein Angriff jagte den nächsten.
Unsere Jungs hielten dem enormen Druck aber stand und haben in dieser Phase alles weg verteidigt, was unserer Linie zu nahe kam. Manches mal war auch viel Glück dabei, aber im großen und ganzen stand die Abwehr sehr sicher. Leider galt das für die Offensivabteilung zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Nahezu alle Entlastungsversuche scheiterten. Hohe Kicks landeten beim Gegner, eigene Pässe wurden fahrlässig verworfen, während die Gäste sich immer weiter die Zähne an der Verteidigung der Kieler ausbissen.
Schließlich wurde es den Hannoveranern zu viel und sie setzten ihren nächsten Straftritt auf die Stangen - 0:3.
Und die Gäste ließen nicht nach; immer weiter rannten sie gegen unser Bollwerk an und kamen schließlich auch durch.
Nur wenige Minuten nach dem Straftritt, wurde unsere Abwehrkette erstmals durchbrochen und der Ball recht mittig abgelegt, so daß die Erhöhung kein großes Problem war. Es stand 0:10.
Nun mussten die Jungs vom SV Odin ihrem enorm hohen Tempo aber Tribut zollen und auch bei ihnen schlich sich das Fehlerteufelchen ein. Gleichzeitig wurde das Angriffsspiel der Kieler (endlich) etwas strukturierter.
Auch die Standardsituationen klappten jetzt meistens und so fiel dann auch bald der erste Versuch der Adler, allerdings weit draußen. Der Winkel für den Erhöhungskick war schwierig und der ging dann auch daneben. So stand es 5:10 und Kiel ließ nicht locker. Man merkte unseren Jungs an, daß sie mindestens den Ausgleich vor der Pause noch schaffen wollten. Und das gelang auch. In einer ziemlich wuseligen, unübersichtlichen Szene setzten die Adler sich mit gepflegtem Kurzpasspiel auf der rechten Seite durch und konnten das Ei schließlich erfolgreich ablegen.
Der Erhöhungskick ging wieder daneben, aber der Ausgleich war gelungen - 10:10.
Nun stellten sich alle schon auf die Pause ein, aber noch war nicht Schluß. Dem SV Odin mißlang der Abstoß. Der muss beim Rugby mindestens 10 Meter weit in die gegnerische Hälfte gehen. War hier nicht der Fall, so gab es also Gedränge für Kiel an der Mittellinie. Das standen unsere Adler sicher und leiteten daraus einen weiteren Angriff ein. Der SV Odin konnte mehrere Läufe stoppen, den letzten aber nur noch regelwidrig. Der fällige Straftritt aus zentraler Position war kein Problem für den heute als Kicker tätigen Connor Walsh und so war der Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt. Aus einem 0:10-Rückstand wurde eine 13:10 Pausenführung.
Die zweite Hälfte begann mit einem Jubelmoment, den ich tatsächlich verpasst hab, weil ich noch am Verpflegungsstand war![]()
Daher kann ich nicht genau sagen, wie der Versuch fiel. Aber die Adler müssen den eigenen Ankick gefangen oder ihn zumindest blitzschnell zurück erobert haben. Wie auch immer, der Ball wurde zentral abgelegt, die Erhöhung gelang, es stand 20:10.
Dann waren aber wieder die Gäste dran. Die Hannoveraner schnürten uns jetzt erneut in der eigenen Hälfte ein und pochten an unsere Tore. Kiel, wegen einer Zeitstrafe gegen unseren Kapitän für 10 Minuten in Unterzahl, verteidigte weiterhin tapfer und es gelang uns schließlich sogar, den Ball hochzuhalten. Hannover war also in die Endzone vorgedrungen und hatte den Ball abgelegt, allerdings konnte einer unserer Jungs sich noch darunter schmeißen, so daß der Ball auf seinem Körper landete und nicht auf dem Boden - eine der schwierigsten Abwehraktionen im Rugby. Das gelingt selbst den Profis nicht oft, aber wenns mal passiert, ist es immer herrlich.
Leider, leider konnten wir aus dieser Situation kein Kapital schlagen, ganz im Gegenteil.
Beim fälligen Goalline Dropout rutschte dem Kicker der Ball üben den Schlappen und statt, wie geplant, irgendwo auf Höhe der Mittellinie ins Aus zu gehen, landete er mitten in den Händen eines Hannoveraner Angreifers, der sofort auf unsere noch unorganisierte Linie zustürmte. Der erste Angriff konnte noch zurückgeschlagen werden, der zweite nicht mehr.
Der SV Odin legte zentral ab und nach der erfolgreichen Erhöhung stand es nur noch 20:17.
Die Gäste griffen nun weiter energisch an und stellten unsere Adler ein ums andere mal auf eine harte Probe. Wieder konnte aber jede Attacke irgendwie aufgehalten werden.
Und schließlich konnte man sogar einen gegnerischen Gasseneinwurf abfangen. Der Linebreak gelang und die Adler stürmten fast bis ins gegnerische Malfeld durch.
Punkte gab es noch keine, aber zumindest verlagerte sich das Spiel wieder in die Hälfte der Gäste und Kiel war wieder damit dran, Angriffswelle auf Angriffswelle zu starten.
Dabei gab es den ein oder anderen Fehlpass oder Vorball und das Spiel wurde daher immer wieder unterbrochen. Nachdem dann ein paar Minuten lang eine Menge hoher Kicks hin und her flogen und die Partie sich größtenteils im Mittelfeld abspielte, konnte Kiel erneut nach vorne kommen. Die folgende Sequenz hatte einige echt mächtige Hits zu bieten, beide Seiten mussten ordentlich einstecken und der ein oder andere Brummschädel wurde verteilt.
Am Ende dieses Kampfes, brach einer unserer schweren Jungs durch und war nicht mehr zu halten, als er unter den Stangen ablegte. Die Erhöhung war Makulatur und so stand es 27:17.
Lange freuen konnten wir uns über den komfortablen Vorsprung aber nicht. Viele Spieler waren inzwischen gezeichnet und humpelten mehr über den Platz, als daß sie rannten.
Es mag vielleicht zwei Minuten nach dem Kieler Versuch gewesen sein, daß vier Spieler am Boden hockten und auf der rechten Feldseite schon der Sani reinkam, als die Gäste auf der linken Seite durch die dezimierte Kieler Abwehr stießen. Der Flügelspieler der Gäste konnte dann noch fast bis zu den Stangen rennen und dort ablegen, so daß auch diese Erhöhung locker und leicht über die Querlatte ging. Es stand 27:24.
Und der SV Odin wollte mehr. Die Hannoveraner rochen den Auswärtssieg und stürmten wieder an. Die Zeit war fast um und jeder Fehler auf Seiten der Hannoveraner hätte wahrscheinlich bedeutet, daß nun nichts mehr anbrennen würde.
Aber die Gäste machten keinen Fehler. Der Ball lief sicher durch die Reihen und langsam aber stetig kamen sie unserer Endzone immer näher. Linebreaks wurden versucht aber gestoppt, Querpässe wurden gut gelesen und das Stellungsspiel der Adler stimmte. Aber man merkte, daß alle mit den Kräften nahezu am Ende waren. Hannover rückte näher an die 22, während der Sekundenzeiger die rote Marke überquerte.
Es dauerte sicherlich noch zwei oder drei Minuten länger als die üblichen 80, aber schließlich gelang es dann doch - einer unserer Jungs konnte schnell genug über das Hannoveraner Paket schieben und so den Ballbesitzwechsel erzwingen. Das Ei wurde daraufhin nach hinten gepasst und mit aller Macht und spürbarer Erleichterung ins Aus gedroschen - das Spiel war vorüber und die Adler freuten sich über einen denkbar knappen und hart erkämpften 27:24 Heimsieg.
Da der HRC 2 parallel das Lokalderby gegen die Hamburg Exiles klar mit 0:39 verloren hat, konnten die Adler sich in der Tabelle wieder um einen Platz verbessern und haben den Relegationsrang verlassen.
Weiter geht es dann am Sonntag, den 3.5. mit dem direkten Duell gegen den HRC 2 auf dem PPP - ein Spiel mit einem Hauch von Vorentscheidung.
Blau Weiß Rot - ein Leben lang.
Aufstieg 11.05.2024
1. Bundesliga-Tor 24.08. 2024
1. Bundesliga-Punkt 21.09.2024
1. Bundesliga-Sieg 02.11.2024
1. Bundesliga-Auswärts-Sieg 02.03.2025
Marcel Rapp Trainer für immer in meinem Herzen und in meinem Kopf.
Aufstieg 11.05.2024
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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
Kiel gegen Hamburg hieß es heute auf dem PPP, oder auch Drittletzter gegen Vorletzter oder Not gegen Elend.
Von Minute 1 an zeichnete sich ab, daß das heute ein Fehlerfestival werden würde und, oh man, das wurde es!
Die Gäste von der zweiten Mannschaft des HRC begannen druckvoll, scheiterten aber entweder an der Kieler Defensive oder an dem eigenen Unvermögen.
Immer wieder gingen Bälle verloren oder Pässe kamen nicht sauber an. Und so konnten unsere Adler den Anfangsdruck unbeschadet überstehen und das Spiel in die Hamburger Hälfte verlagern. Nur gebracht hat das den Jungs gar nichts. Sie kamen immer mal wieder ins Laufen, die Hamburger Linie wurde mehrmals durchbrochen aber jedes einzelne mal wurde der Ball nach vorne verloren oder passierte irgendein anderer Spielfehler.
Die Klärungsaktionen der Hamburger gingen in dieser Phase aber auch nahezu alle viel zu kurz und Kiel blieb am Drücker.
Nach einem weiteren Vorball gab es dann Gedränge mit Einwurf Hamburg. Kiel dominierte dieses allerdings und holte einen Straftritt raus.
Den setzte unsere Nummer 9 Connor Walsh aus zentraler Position zwischen die Stangen, die ersten Punkte waren gefallen und stellten gleichzeitig auch den Halbzeitstand dar: 3:0 zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel ging es chaotisch weiter. Kiel verwarf nahezu jede eigene Gasse, wurde aber kaum mal dafür bestraft - bis sie es dann doch wurden. Ein mal kam Hamburg schließlich doch durch und legte in relativ zentraler Position ab, so daß der Erhöhungskick nur Makulatur war - es stand 3:7.
Die Adler kamen mit Wut im Bauch von dieser Situation zurück und konnten sich wieder in der Hamburger 22-Meter-Zone festsetzen.
Zwar gingen die Angriffe oft fehl, aber da man zu der Zeit quasi konstant mit Vorteil spielte, gab es in fast jeder Situation eine zweite Chance.
Eine solche führte dann auch zum ersten Versuch für unsere Adler: Nachdem wir uns unter Vorteil auf dem rechten Flügel festgebissen hatten und den Ball mal wieder verloren hatten, ging es zurück zum Straftritt. Walsh entschied sich, den Ball schnell anzutappen, solange die die Abwehr des HRC noch unorganisiert war. Er spielte das Ei auf den linken Flügel hinaus, die Gäste versuchten, dort eine Abwehrreihe aufzubauen. Das gelang auch, aber dafür fehlten die Leute jetzt auf rechts und unsere Jungs ließen das Spielgerät blitzschnell über die ganze Breite des Spielfelds fliegen und konnten nahe der Seitenauslinie ablegen.
Der Erhöhungskick ging dann daneben, aber immerhin hatten wir die Führung zurück, 8:7 hieß es jetzt.
Leider brachte das auch keine Sicherheit ins Kieler Spiel und weiterhin jagte ein Fehler den nächsten uns es hagelte Straftritte und Gedränge.
(Unter anderem) daran gingen auf beiden Seiten so viele Stürmer kaputt, daß die Gedränge fortan uncontested gespielt wurden, es durfte also kein Druck mehr aufeinander ausgeübt werden.
Den Druck machten sich beide Seiten aber weiterhin selber. Leider waren wir dabei ungeschickter als die Gäste und nach einer weiteren überworfenen Gasse, kam Hamburg zum nächsten Versuch.
Nahe der rechten Außenlinie konnte das Ei im Malfeld abgelegt werden - zu schwierig für den Kicker. 8:12 stand es.
Hamburg bekam dadurch etwas Aufwind und merkte auch, daß sie mehr Power von der Bank bringen konnten, welche bei uns heute etwas dünn besetzt war.
Da das Fehlerteufelchen weiterhin Dauergast bei unseren Jung war, zeichnete sich die Niederlage immer mehr ab. Hamburg drückte uns jetzt hinten rein und kam zum dritten Versuch.
Die Kieler Abwehr konnte einen Vorstoß nicht mehr aufhalten und der Ball wurde zwischen den Stangen abgelegt, eine ganz leichte Erhöhung folgte, welche das 8:19 zur Folge hatte.
Danach verflachte das Spiel, das ohnehin nur noch wenige Minuten dauern würde. Beiden Teams war die Müdigkeit anzumerken und auch Hamburg verteidigte jetzt weniger effektiv.
Dazu kam, daß der letzte Gasseneinwurf der Partie tatsächlich mal sein Ziel fand. In Folge davon konnten die Adler sich tatsächlich noch mal an der linken Außenlinie durchtanken und den Ball in der Endzone ablegen.
Nach der vergebenen Erhöhung wurde dann direkt abgepfiffen und das 13:19 war der Endstand.
Die Adler hatten damit auf weniger als 8 Punkte verkürzt und immerhin den defensiven Bonuspunkt für die Tabelle geholt und bleibt damit vor Hamburg.
In dieser Tabelle sieht es jetzt so aus, daß Kiel 14 Punkte hat und Hamburg 13. Allerdings haben die ein Spiel weniger als wir und das Kieler Restprogramm ist mit den beiden Heimspielen gegen 1860 Bremen und VfR 06 Döhren ziemlich hart.
Für den HRC 2 ist es SV Odin (H), Döhren (A) und Welfen Braunschweig (H).
Gegen den Tabellenzweiten aus Döhren werden wohl beide Teams ne heftige Klatsche kassieren und gegen Odin dürfte es für Hamburg auch nichts werden. Das Spiel gegen die Welfen allerdings könnte der Decider werden. Kiel ist an dem Tag spielfrei und kann auf dem Sofa auf den Relegationsrang durchgereicht werden.
Ganz üble Situation
Von Minute 1 an zeichnete sich ab, daß das heute ein Fehlerfestival werden würde und, oh man, das wurde es!
Die Gäste von der zweiten Mannschaft des HRC begannen druckvoll, scheiterten aber entweder an der Kieler Defensive oder an dem eigenen Unvermögen.
Immer wieder gingen Bälle verloren oder Pässe kamen nicht sauber an. Und so konnten unsere Adler den Anfangsdruck unbeschadet überstehen und das Spiel in die Hamburger Hälfte verlagern. Nur gebracht hat das den Jungs gar nichts. Sie kamen immer mal wieder ins Laufen, die Hamburger Linie wurde mehrmals durchbrochen aber jedes einzelne mal wurde der Ball nach vorne verloren oder passierte irgendein anderer Spielfehler.
Die Klärungsaktionen der Hamburger gingen in dieser Phase aber auch nahezu alle viel zu kurz und Kiel blieb am Drücker.
Nach einem weiteren Vorball gab es dann Gedränge mit Einwurf Hamburg. Kiel dominierte dieses allerdings und holte einen Straftritt raus.
Den setzte unsere Nummer 9 Connor Walsh aus zentraler Position zwischen die Stangen, die ersten Punkte waren gefallen und stellten gleichzeitig auch den Halbzeitstand dar: 3:0 zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel ging es chaotisch weiter. Kiel verwarf nahezu jede eigene Gasse, wurde aber kaum mal dafür bestraft - bis sie es dann doch wurden. Ein mal kam Hamburg schließlich doch durch und legte in relativ zentraler Position ab, so daß der Erhöhungskick nur Makulatur war - es stand 3:7.
Die Adler kamen mit Wut im Bauch von dieser Situation zurück und konnten sich wieder in der Hamburger 22-Meter-Zone festsetzen.
Zwar gingen die Angriffe oft fehl, aber da man zu der Zeit quasi konstant mit Vorteil spielte, gab es in fast jeder Situation eine zweite Chance.
Eine solche führte dann auch zum ersten Versuch für unsere Adler: Nachdem wir uns unter Vorteil auf dem rechten Flügel festgebissen hatten und den Ball mal wieder verloren hatten, ging es zurück zum Straftritt. Walsh entschied sich, den Ball schnell anzutappen, solange die die Abwehr des HRC noch unorganisiert war. Er spielte das Ei auf den linken Flügel hinaus, die Gäste versuchten, dort eine Abwehrreihe aufzubauen. Das gelang auch, aber dafür fehlten die Leute jetzt auf rechts und unsere Jungs ließen das Spielgerät blitzschnell über die ganze Breite des Spielfelds fliegen und konnten nahe der Seitenauslinie ablegen.
Der Erhöhungskick ging dann daneben, aber immerhin hatten wir die Führung zurück, 8:7 hieß es jetzt.
Leider brachte das auch keine Sicherheit ins Kieler Spiel und weiterhin jagte ein Fehler den nächsten uns es hagelte Straftritte und Gedränge.
(Unter anderem) daran gingen auf beiden Seiten so viele Stürmer kaputt, daß die Gedränge fortan uncontested gespielt wurden, es durfte also kein Druck mehr aufeinander ausgeübt werden.
Den Druck machten sich beide Seiten aber weiterhin selber. Leider waren wir dabei ungeschickter als die Gäste und nach einer weiteren überworfenen Gasse, kam Hamburg zum nächsten Versuch.
Nahe der rechten Außenlinie konnte das Ei im Malfeld abgelegt werden - zu schwierig für den Kicker. 8:12 stand es.
Hamburg bekam dadurch etwas Aufwind und merkte auch, daß sie mehr Power von der Bank bringen konnten, welche bei uns heute etwas dünn besetzt war.
Da das Fehlerteufelchen weiterhin Dauergast bei unseren Jung war, zeichnete sich die Niederlage immer mehr ab. Hamburg drückte uns jetzt hinten rein und kam zum dritten Versuch.
Die Kieler Abwehr konnte einen Vorstoß nicht mehr aufhalten und der Ball wurde zwischen den Stangen abgelegt, eine ganz leichte Erhöhung folgte, welche das 8:19 zur Folge hatte.
Danach verflachte das Spiel, das ohnehin nur noch wenige Minuten dauern würde. Beiden Teams war die Müdigkeit anzumerken und auch Hamburg verteidigte jetzt weniger effektiv.
Dazu kam, daß der letzte Gasseneinwurf der Partie tatsächlich mal sein Ziel fand. In Folge davon konnten die Adler sich tatsächlich noch mal an der linken Außenlinie durchtanken und den Ball in der Endzone ablegen.
Nach der vergebenen Erhöhung wurde dann direkt abgepfiffen und das 13:19 war der Endstand.
Die Adler hatten damit auf weniger als 8 Punkte verkürzt und immerhin den defensiven Bonuspunkt für die Tabelle geholt und bleibt damit vor Hamburg.
In dieser Tabelle sieht es jetzt so aus, daß Kiel 14 Punkte hat und Hamburg 13. Allerdings haben die ein Spiel weniger als wir und das Kieler Restprogramm ist mit den beiden Heimspielen gegen 1860 Bremen und VfR 06 Döhren ziemlich hart.
Für den HRC 2 ist es SV Odin (H), Döhren (A) und Welfen Braunschweig (H).
Gegen den Tabellenzweiten aus Döhren werden wohl beide Teams ne heftige Klatsche kassieren und gegen Odin dürfte es für Hamburg auch nichts werden. Das Spiel gegen die Welfen allerdings könnte der Decider werden. Kiel ist an dem Tag spielfrei und kann auf dem Sofa auf den Relegationsrang durchgereicht werden.
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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
da hilft dann nur Daumen drücken. Danke für Deinen Bericht.
Blau Weiß Rot - ein Leben lang.
Aufstieg 11.05.2024
1. Bundesliga-Tor 24.08. 2024
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1. Bundesliga-Sieg 02.11.2024
1. Bundesliga-Auswärts-Sieg 02.03.2025
Marcel Rapp Trainer für immer in meinem Herzen und in meinem Kopf.
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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
Die Adler gegen 1860 Bremen oder auch: Auch bei Regen kann man ein Feuerwerk abbrennen.
Irgendwie war es heute seltsam auf dem PPP und das lag nicht nur am sehr wechselhaften Wetter. Unsere Adler haben richtig gut gespielt, trotzdem musste ihnen von außen nicht nur einmal zugerufen werden, die Ruhe zu bewahren. Manch einem sind heute fast die Nerven durchgegangen und das lag an der wirklich, wirklich, WIRKLICH schlechten Leistung des Schiris, der echt haarsträubende Fehlentscheidungen getroffen hat. Das hatte teils schon Slapstick-Charakter.
Aber eins nach dem anderen.
Die Gäste aus Bremen kamen eigentlich ganz gut ins Spiel, machten nach Kiels Ankick sofort Druck und rannten durchaus stark an. Unsere Abwehr hielt aber ebenso stark dagegen und konnte den Angriffsbemühungen der Bremer standhalten.
Dann kamen die Adler das erste mal durch und gleich zum Versuch. Ziemlich schnell schalteten unsere Jungs von Defensive auf Offensive um - zu schnell für die davon völlig überrumpelten Gäste.
Das Spielgerät wurde rechts außen abgelegt, der Erhöhungskick aus schwierigem Winkel und gegen den starken Wind ging daneben, aber immerhin führten wir. 5:0 hieß es.
Danach waren wieder die Bremer dran, zu zeigen, daß sie Rugby spielen können. So richtig gelang ihnen das allerdings nicht mehr. Stark waren nur die ersten paar Minuten, danach kam nicht mehr viel. Die Adler konnten die paar Angriffe gut abwehren. Obwohl der Grottenschiri klare Absteitsstellungen direkt vor seinen Augen nicht sah, Tackles gegen Spieler ohne Ball nicht ahndete, eine eindeutige gelbe Karte nicht gab und den Bremern immer wieder hahnebüchene Straftritte zusprach, brachten die Gäste in dieser Phase kaum etwas zustande.
Ganz anders Kiel. Aus einem angeblichen (aber nicht vorhandenen) Vorball der Kieler kam es zu einem Gedränge, das unsere Adler dominierten. Aus der Bewegung kam man schnell an den Ball und konnte bis in die Endzone durchstoßen und relativ mittig ablegen. Und keine zwei Minuten später gelang was ganz ähnliches noch mal. Ein gegnerischer Pass wure auf Höhe der Mittellinie abgefangen und der Ball nach tollem Lauf zwischen den Stangen abgelegt.
Beide Versuche wurden erhöht und so stand es 19:0.
Eigentlich hätte jetzt Pause sein können, war aber nicht. Der Schiri hatte scheinbar seine Uhr verlegt oder wusste nicht, wie man sie liest, keine Ahnung. Auf jeden Fall ließ er stolze 11(!) Minuten länger spielen als im Regelwerk vorgesehen ist. Aber darüber will ich mich gar nicht beschweren, denn die Adler nutzten die Zeit für einen weiteren Versuch. Wieder setzte man sich über die rechte Seite durch. Bremen hielt erst ganz gut dagegen, hätte unseren Ballträger auch fast über die Außenlinie getragen, aber eben nur fast. So konnte der Ball gesichert und schnell wieder ins Spiel gebracht werden. Unsere Jungs stießen schnell nach innen vor und legten erfolgreich ab.
Auch dieser Erhöhungskick saß, obwohl er der bisher schwerste war. Damit stand es 26:0 zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel wollte Bremen nach Möglichkeit ins Spiel zurückfinden und begann mit ordentlich Risiko, was sich nicht auszahlte. Genau wie in der ersten Hälfte, legten die Adler auch in der zweiten gleich mit dem ersten Ballvortrag einen Versuch, der auch ohne weiteres erhöht werden konnte - 33:0.
Die Adler waren jetzt wie entfesselt und konnten gegen die völlig rat- und hilflosen Bremer spielen, wie sie wollten.
Es hätten in dieser Phase durchaus einige Versuche fallen können, sogar ein dreistelliges Ergebnis schien möglich. Da hatte der Schiri aber was dagegen. Der pfiff weiterhin völlig harmlose Sachen ab, sah Vorbälle wo keine waren, ahndete High Tackles nicht mehr, ignorierte zynisches Ballwegschlagen und auch ein grobes Foul. Bremen kann sich bei ihm bedanken, daß sie das Spiel nicht in (vielleicht sogar doppelter) Unterzahl weiterspielen mussten.
Aber einige Ballvorträge waren dann doch so klar, daß selbst dieser Horrorschiri sie nicht verleugnen konnte. So kam Kiel dann zum nächsten Versuch, diesmal brach man über die linke Seite durch und legte erfolgreich ab.
Der Erhöhungskick war ziemlich eindeutig zwischen den Stangen, wurde aber (warum auch immer) als Fehlschuss gewertet - 38:0.
Kurz darauf war es genau andersrum. Wieder kamen die Adler über links durch. Sie legten an nahezu der selben Stelle ab und der Erhöhungskick aus dem selben Winkel ging meiner Ansicht nach daneben, wurde aber als Treffer gewertet - 42:0.
Die Adler nahmen jetzt den Druck raus und spielten etwas ruhiger. Vielleicht auch, damit man nicht durch weitere kuriose Entscheidungen in ne Situation gebracht wird, in der einem der Jungs dann doch mal der Kragen platzt; berechtigt gewesen wäre es allemal.
So aber verlagerte sich das Spiel noch mal in unsere eigene Hälfte und Bremen versuchte jetzt alles, um hier nicht ohne Punkte vom Feld zu gehen. Dabei zeigten sie auch durchaus mal ein paar schöne Ansätze, mir ist da zum Beispiel im Gedächtnis geblieben, wie ein Bremer Angreifer der beidhändigen Pass nach links andeutet, um dann quasi aus der selben Bewegung heraus nen einhändigen Pass nach rechts hinter dem eigenen Rücken zu spielen, der auch noch beim Mitspieler ankam. Das muss man so erstmal hinkriegen, Hut ab.
Aber bei ihren Angriffsbemühungen ging die Abwehr der Gäste dann doch zu weit auf und unsere Adler konnten nicht ein, sondern gleich zwei mal gegnerische Pässe abfangen und in die gegnerische Endzone durchlaufen und die Versuche jeweils erhöhen.
Mit dem letzten Erhöhungskick endete die Partie dann auch, nachdem wir an der Seitenlinie schon drüber gewitzelt hatten, daß der Schiri so lange weiterspielen lassen würde, bis Bremen gewinnt. Denn es war schon wieder deutlich über der vorgesehenen Zeit.
Aber dann war eben doch Schluss und das längste und kurioseste Rugbyspiel, das ich seit langer Zeit gesehen habe, endete mit einem 52:0 Heimsieg.
Da gleichzeitig die Welfen aus Braunschweig bei den Exiles mit 38:24 verloren haben und der HRC2 beim SV Odin mit 0:104 unter die Räder kam, haben sich die Adler kurzzeitig sogar auf Tabellenplatz 5 verbessert. Aber Bremen und Hamburg haben jeweils ein Spiel weniger als wir, Braunschweig sogar 2 und auf Hamburgs sind es gerade mal 6 Punkte. Wird also noch echt eng.
Nicht zuletzt, da unser Gegner am letzten Spieltag, der VfR Döhren, heute zu Hause gegen Ricklingen verloren hat. Die MÜSSEN daher gegen uns gewinnen, wenn sie ihre Minichance auf den Aufstieg wahren wollen. Das Gute daran: Gegen Hamburg MÜSSEN sie eben auch gewinnen.
So spannend war die Endphase der Regionalliga auch schon länger nicht mehr und man kann jetzt schon sagen, daß der Verband mit der Ligareform alles richtig gemacht hat. Da ist deutlich mehr Zug drin.
Irgendwie war es heute seltsam auf dem PPP und das lag nicht nur am sehr wechselhaften Wetter. Unsere Adler haben richtig gut gespielt, trotzdem musste ihnen von außen nicht nur einmal zugerufen werden, die Ruhe zu bewahren. Manch einem sind heute fast die Nerven durchgegangen und das lag an der wirklich, wirklich, WIRKLICH schlechten Leistung des Schiris, der echt haarsträubende Fehlentscheidungen getroffen hat. Das hatte teils schon Slapstick-Charakter.
Aber eins nach dem anderen.
Die Gäste aus Bremen kamen eigentlich ganz gut ins Spiel, machten nach Kiels Ankick sofort Druck und rannten durchaus stark an. Unsere Abwehr hielt aber ebenso stark dagegen und konnte den Angriffsbemühungen der Bremer standhalten.
Dann kamen die Adler das erste mal durch und gleich zum Versuch. Ziemlich schnell schalteten unsere Jungs von Defensive auf Offensive um - zu schnell für die davon völlig überrumpelten Gäste.
Das Spielgerät wurde rechts außen abgelegt, der Erhöhungskick aus schwierigem Winkel und gegen den starken Wind ging daneben, aber immerhin führten wir. 5:0 hieß es.
Danach waren wieder die Bremer dran, zu zeigen, daß sie Rugby spielen können. So richtig gelang ihnen das allerdings nicht mehr. Stark waren nur die ersten paar Minuten, danach kam nicht mehr viel. Die Adler konnten die paar Angriffe gut abwehren. Obwohl der Grottenschiri klare Absteitsstellungen direkt vor seinen Augen nicht sah, Tackles gegen Spieler ohne Ball nicht ahndete, eine eindeutige gelbe Karte nicht gab und den Bremern immer wieder hahnebüchene Straftritte zusprach, brachten die Gäste in dieser Phase kaum etwas zustande.
Ganz anders Kiel. Aus einem angeblichen (aber nicht vorhandenen) Vorball der Kieler kam es zu einem Gedränge, das unsere Adler dominierten. Aus der Bewegung kam man schnell an den Ball und konnte bis in die Endzone durchstoßen und relativ mittig ablegen. Und keine zwei Minuten später gelang was ganz ähnliches noch mal. Ein gegnerischer Pass wure auf Höhe der Mittellinie abgefangen und der Ball nach tollem Lauf zwischen den Stangen abgelegt.
Beide Versuche wurden erhöht und so stand es 19:0.
Eigentlich hätte jetzt Pause sein können, war aber nicht. Der Schiri hatte scheinbar seine Uhr verlegt oder wusste nicht, wie man sie liest, keine Ahnung. Auf jeden Fall ließ er stolze 11(!) Minuten länger spielen als im Regelwerk vorgesehen ist. Aber darüber will ich mich gar nicht beschweren, denn die Adler nutzten die Zeit für einen weiteren Versuch. Wieder setzte man sich über die rechte Seite durch. Bremen hielt erst ganz gut dagegen, hätte unseren Ballträger auch fast über die Außenlinie getragen, aber eben nur fast. So konnte der Ball gesichert und schnell wieder ins Spiel gebracht werden. Unsere Jungs stießen schnell nach innen vor und legten erfolgreich ab.
Auch dieser Erhöhungskick saß, obwohl er der bisher schwerste war. Damit stand es 26:0 zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel wollte Bremen nach Möglichkeit ins Spiel zurückfinden und begann mit ordentlich Risiko, was sich nicht auszahlte. Genau wie in der ersten Hälfte, legten die Adler auch in der zweiten gleich mit dem ersten Ballvortrag einen Versuch, der auch ohne weiteres erhöht werden konnte - 33:0.
Die Adler waren jetzt wie entfesselt und konnten gegen die völlig rat- und hilflosen Bremer spielen, wie sie wollten.
Es hätten in dieser Phase durchaus einige Versuche fallen können, sogar ein dreistelliges Ergebnis schien möglich. Da hatte der Schiri aber was dagegen. Der pfiff weiterhin völlig harmlose Sachen ab, sah Vorbälle wo keine waren, ahndete High Tackles nicht mehr, ignorierte zynisches Ballwegschlagen und auch ein grobes Foul. Bremen kann sich bei ihm bedanken, daß sie das Spiel nicht in (vielleicht sogar doppelter) Unterzahl weiterspielen mussten.
Aber einige Ballvorträge waren dann doch so klar, daß selbst dieser Horrorschiri sie nicht verleugnen konnte. So kam Kiel dann zum nächsten Versuch, diesmal brach man über die linke Seite durch und legte erfolgreich ab.
Der Erhöhungskick war ziemlich eindeutig zwischen den Stangen, wurde aber (warum auch immer) als Fehlschuss gewertet - 38:0.
Kurz darauf war es genau andersrum. Wieder kamen die Adler über links durch. Sie legten an nahezu der selben Stelle ab und der Erhöhungskick aus dem selben Winkel ging meiner Ansicht nach daneben, wurde aber als Treffer gewertet - 42:0.
Die Adler nahmen jetzt den Druck raus und spielten etwas ruhiger. Vielleicht auch, damit man nicht durch weitere kuriose Entscheidungen in ne Situation gebracht wird, in der einem der Jungs dann doch mal der Kragen platzt; berechtigt gewesen wäre es allemal.
So aber verlagerte sich das Spiel noch mal in unsere eigene Hälfte und Bremen versuchte jetzt alles, um hier nicht ohne Punkte vom Feld zu gehen. Dabei zeigten sie auch durchaus mal ein paar schöne Ansätze, mir ist da zum Beispiel im Gedächtnis geblieben, wie ein Bremer Angreifer der beidhändigen Pass nach links andeutet, um dann quasi aus der selben Bewegung heraus nen einhändigen Pass nach rechts hinter dem eigenen Rücken zu spielen, der auch noch beim Mitspieler ankam. Das muss man so erstmal hinkriegen, Hut ab.
Aber bei ihren Angriffsbemühungen ging die Abwehr der Gäste dann doch zu weit auf und unsere Adler konnten nicht ein, sondern gleich zwei mal gegnerische Pässe abfangen und in die gegnerische Endzone durchlaufen und die Versuche jeweils erhöhen.
Mit dem letzten Erhöhungskick endete die Partie dann auch, nachdem wir an der Seitenlinie schon drüber gewitzelt hatten, daß der Schiri so lange weiterspielen lassen würde, bis Bremen gewinnt. Denn es war schon wieder deutlich über der vorgesehenen Zeit.
Aber dann war eben doch Schluss und das längste und kurioseste Rugbyspiel, das ich seit langer Zeit gesehen habe, endete mit einem 52:0 Heimsieg.
Da gleichzeitig die Welfen aus Braunschweig bei den Exiles mit 38:24 verloren haben und der HRC2 beim SV Odin mit 0:104 unter die Räder kam, haben sich die Adler kurzzeitig sogar auf Tabellenplatz 5 verbessert. Aber Bremen und Hamburg haben jeweils ein Spiel weniger als wir, Braunschweig sogar 2 und auf Hamburgs sind es gerade mal 6 Punkte. Wird also noch echt eng.
Nicht zuletzt, da unser Gegner am letzten Spieltag, der VfR Döhren, heute zu Hause gegen Ricklingen verloren hat. Die MÜSSEN daher gegen uns gewinnen, wenn sie ihre Minichance auf den Aufstieg wahren wollen. Das Gute daran: Gegen Hamburg MÜSSEN sie eben auch gewinnen.
So spannend war die Endphase der Regionalliga auch schon länger nicht mehr und man kann jetzt schon sagen, daß der Verband mit der Ligareform alles richtig gemacht hat. Da ist deutlich mehr Zug drin.
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Luis

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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
Das für heute angesetzte Spiel Heimspiel wurde von Seiten der Döhrener abgesagt und daher mit 50:0 für unsere Adler gewertet.
Da Kiel am letzten Spieltag ohnehin spielfrei ist, ist die Saison für uns damit schon vorbei und aufgrund der heute gutgeschriebenen Punkte, kann Hamburg nicht mehr an uns vorbei ziehen. Bremen und Braunschweig könnten das rechnerisch zumindest noch, aber das ist aufgrund der jeweiligen Restprogramme nicht gerade wahrscheinlich und selbst wenn, würde das im schlimmsten Falle Platz 7 in der Abschlußtabelle bedeuten, also den sicheren Klassenerhalt.
Das Ende ist nach dem langen Abstiegskampf wohl ein wenig antiklimaktisch, aber hey, was solls? Nem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und ich freu mich natürlich über eine weitere Saison Regionalliga.
Da Kiel am letzten Spieltag ohnehin spielfrei ist, ist die Saison für uns damit schon vorbei und aufgrund der heute gutgeschriebenen Punkte, kann Hamburg nicht mehr an uns vorbei ziehen. Bremen und Braunschweig könnten das rechnerisch zumindest noch, aber das ist aufgrund der jeweiligen Restprogramme nicht gerade wahrscheinlich und selbst wenn, würde das im schlimmsten Falle Platz 7 in der Abschlußtabelle bedeuten, also den sicheren Klassenerhalt.
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alter treuer storch

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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
Und ich mich auf die tollen Berichte von Dir. Dankeschön.Luis hat geschrieben: ↑Sa 6. Jun 2026, 12:15Das für heute angesetzte Spiel Heimspiel wurde von Seiten der Döhrener abgesagt und daher mit 50:0 für unsere Adler gewertet.
Da Kiel am letzten Spieltag ohnehin spielfrei ist, ist die Saison für uns damit schon vorbei und aufgrund der heute gutgeschriebenen Punkte, kann Hamburg nicht mehr an uns vorbei ziehen. Bremen und Braunschweig könnten das rechnerisch zumindest noch, aber das ist aufgrund der jeweiligen Restprogramme nicht gerade wahrscheinlich und selbst wenn, würde das im schlimmsten Falle Platz 7 in der Abschlußtabelle bedeuten, also den sicheren Klassenerhalt.
Das Ende ist nach dem langen Abstiegskampf wohl ein wenig antiklimaktisch, aber hey, was solls? Nem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und ich freu mich natürlich über eine weitere Saison Regionalliga.
Blau Weiß Rot - ein Leben lang.
Aufstieg 11.05.2024
1. Bundesliga-Tor 24.08. 2024
1. Bundesliga-Punkt 21.09.2024
1. Bundesliga-Sieg 02.11.2024
1. Bundesliga-Auswärts-Sieg 02.03.2025
Marcel Rapp Trainer für immer in meinem Herzen und in meinem Kopf.
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Swords_and_balls

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Re: FT Adler Kiel (Rugby)
Vielen Dank für deine Beiträge! Ich habe sie nur rein zufällig gefunden. Es macht mich stolz auf unsere Leistung – wenn diese denn entsprechend ist – und es ist ein tolles Gefühl, für jemanden zu spielen, der so ein Fan ist!
Laut unseren Informationen bleiben wir auf dem 5. Platz und werden nächstes Jahr weiterhin in der Regionaliga spielen. Im Sommer werden personelle Veränderungen angekündigt und wir werden weiterhin versuchen, mit unserer starken Verteidigung und unserem aggressiven Spiel alle unsere Gegner zu überraschen.
Komm gerne wieder vorbei und melde dich bei uns, damit ich (wir) dich mindestens mit einem Getränk für deine PR belohnen können.
Es lohnt sich definitiv auch, das SWC zu besuchen!
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