Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Stadion, Ticketing, Öffentlichkeitsarbeit, Historisches
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Seeblick
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Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von Seeblick » Sa 1. Mär 2014, 11:18

In diesem Thread geht es um den fortlaufenden Stadionbetrieb (auch inkl. kleinerer baulicher Änderungen).

Beiträge zum tribünenweisen Neubau/Umbau des Stadions hingegen bitte im Diskussionsthread Holstein-Stadion: Neubau (in demselben Unterforum Infrastruktur, Verein und Nostalgisches) posten.

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Jupp
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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von Jupp » Di 23. Feb 2021, 21:23

Ich bin wirklich gespannt auf das Verkehrskonzept. Wie sollen 20000 Leute binnen 1,5 Stunden ins Stadion kommen, wo es bei 10000 schon arge Probleme gibt. Ein Stadion ohne Verkehrsanbindung an die Bundesstrasse ? 10000 Fußgänger/Radfahrer, die mit Ampeln den Westring queren sollen? 2000 Autos, die von hinten über die Projensdorfer Stasse ins Parkhaus kommen sollen? Und wie wieder weg? 5000 Fussgänger/Radfahrer, die von der Projensdorfer am Gästeblock vorbei sollen? Wie können Anwohner da noch ihre Wohnungen erreichen?
Für mich geht das ganze nur, wenn man Fussgänger und Fahrradströme vom Auto/Busverkehr konsequent ohne Berührungspunkte trennt. Mit Über/Unterführungen und ohne Ampeln. Gleichmässiges fliessen der Ströme. Keine Polizeisperre an der Tanke. Dort müssen nur Busse fahren dürfen. Einfahrt zum Stadion/Parkhaus vom neu zu bauenden Kreisel aus. Die bisherige Einfahrt muss dicht! Unmöglicher Engpass dort. Mir fehlt komplett die Planung einer angemessenen Infrastruktur. Pendelbusse müssen vor das Stadion, keine Fahrradbügel. Kurze Wege zu den Bussen!
Probleme über Probleme und Holstein interessiert nur, wie die Shrimps ins Stadion kommen.
Nochmal, aud die Konzepte bin ich gespannt, normal kann man das gar nicht zulassen.
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KSV-Jannis
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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von KSV-Jannis » Mi 24. Feb 2021, 19:02

Juppi nicht so negativ :-D , alles was kommt wird tausendmal besser als es jetzt ist und man sollte sich freuen und nicht diesbezüglich so schwarz sehen. Ich denke die Shrimps spielen keine Rolle, wenn das ein wink mit dem Zaunpfahl Richtung VIP ist. Ein städtisches, urbanes Stadion hat halt diese natürlichen Hindernisse. Wenn man ein Drive-In Stadion auf der grünen Wiese baut, ist die Kundenabfertigung natürlich sterilier und anonymer, so wie bei Mc Donalds.

Ich freue mich in Zukunft wenn man zum Stadion geht oder fährt und viele Blau-Weiß-Rote Fans auf dem Weg zum Stadion marschieren sieht, wie beim Bökelberg damals, man pilgert zum Stadion. Dann wächst etwas daraus und das Stadtviertel und die Menschen werden sich dem Stadion anpassen. Mehr Kneipen, mehr Predrinking Spots, mehr enge mehr kontakt, so wie es sich im Leben auch gehört. Dann fährt man halt früher los wenn man Panik schiebt oder muss sich damit arrangieren, das man nach dem Spiel nicht so gestresst gleicht nachhause fährt. Dann schnackt man halt noch mit seinen Freunden und hetzt sich nicht ab wie ein Getriebener. Einfach entspannt bleiben. Ich mag diese schnell hin und schnell weg Mentalität nicht, ein Spieltag beginnt bei mir schon etliche Stunden vor dem Anpfiff und geht auch etliche Stunden nach dem Abpfiff weiter. Wer flexibel sein will, der fährt halt mit dem Rad. Das ist meiner Erfahrung nach immer das schnellste Weg, gerade wenn man sich auf ein Freitag zum Stadion hetzen muss. Sonst nimmt man sich halt Frei oder geht früher von Arbeit. Wenn das nicht geht, dann hat man eh keine gute Arbeit. Man muss halt selber flexibler werden und wenn man alt ist bzw. Rentner oder frei hat, hat man eh Zeit und sollte entspannt zum Stadion fahren, gehen und nicht während der Rushhour noch den Verkehr zusätzlich verstopfen. Da ist gegenseitige Rücksichtnahme gefragt und alles wird gut.
Viel schlimmer ist es wenn man abgehetzt den Weg geschafft hat und die Tribünen so voll sind, das man auf dem Aufgang stehen bleibt und nichts vom Spiel sieht. Das Stadiongelände hat ein Platzproblem in jeder Hinsicht, sei es beim Bier holen, Klo gehen, reinkommen und und und, das ist viel wichtiger als die Zuwegung. Deshalb ist ein neues Stadion sehr wichtig, erst einmal muss die Unruhe im Stadion sich entspannen, bevor man sich zu viele Gedanken um das drumherum macht. Selbst hab ich kein Problem mit der Enge im Stadion. Sie stört mich nur manchmal, hat auch ihren charm und man hat sich ihr angepasst und weiss wann und wo man zu stehen hat nacht etlichen Jahren. Aber ich kann mir gut vorstellen, das Ältere und Kinder sich zwei Mal überlegen überhaupt wieder im Stadion zu stehen, wenn man der schwächere Verkehrs/Stadionteilnehmer im Stadion ist. Sitzen ist eine andere Geschichte, das ist entspannter und man muss sich nicht sorgen machen keinen Platz zu haben. Nur das kann sich nicht jeder leisten und deshalb ist das A und O, erst das Stadioninnere entspannen. Dann hetzt man sich auch nicht so übertrieben, wenn man weiss das man schnell zu seinem Platz im Stadion kommt und spart damit wieder Minuten die man im Verkehr vetrödeln kann. Am Ende ist man bei Plus Minus 0 und es passen aber 10.000 Zuschauer mehr rein, weil das Stadioninnere besser konzipiert ist und nicht so wild zusammen geschustert wie jetzt.

So siehts aus :-D ;)

Egon Olsen
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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von Egon Olsen » Mi 24. Feb 2021, 20:50

Schau mal Jupp, da hat der Jannis unsere lächerlichen Bedenken mit seinem Roman doch einfach mal glatt und unwidersprechbar vom Tisch gewischt. Stadtviertel und die Leute passen sich dem Stadion an, Kneipenmeilen in der Holtenauer, Projensdorfer und Hanssenstraße und mit dem Fahrrad ist es sowieso am besten. Hach, ist die Welt nicht schön? Ich freue mich auch schon, wenn ich als Holstein-Anhänger erkennbar gen Stadion marschiere und mir die Anwohner links und rechts zujubeln...

etl97
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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von etl97 » Do 25. Feb 2021, 06:58

Da muss Ich Jannis ja mal Recht geben...

Stadien in Wohngebieten haben immer einen tollen Charme.

Für mich auch im besonderen die britischen und diese schwinden ja leider auch immer mehr .

Bestes Beispiel das alte Highbury in London das Ich in seiner Pracht zum Glück noch erleben durfte.

Predrinking / Kneipenaction und Kulinarik gibt es ja leider seit Jahren nicht großartig im Umfeld...

Wäre schön wenn sich das etablieren würde .

Egon Olsen
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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von Egon Olsen » Do 25. Feb 2021, 09:15

Natürlich haben Stadien in einer gewachsenen Umgebung eine andere Ausstrahlung als am Stadtrand oder im Gewerbegebiet, keine Frage. Ich war oft genug in London in Highbury oder an der Stamford Bridge und weiß das durchaus zu schätzen. In Deutschland kannst du beispielhaft das Grünwalder in München oder das Ruhrstadion in Bochum nehmen (neben einigen anderen natürlich). Aber ich habe erhebliche Zweifel daran, dass wir eine solche Atmosphäre jemals in Kiel bekommen. Weit und breit keine richtige Kneipe und schon gar nicht direkt am Stadion. Tanke und der Grieche, mehr ist doch nicht. Na gut, noch der komische Laden am Belvedere, ich weiß nicht mal wie der heißt. Früher war das die "Christinenhöhe".

diaet
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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von diaet » Do 25. Feb 2021, 09:29

Egon Olsen hat geschrieben:
Do 25. Feb 2021, 09:15
Na gut, noch der komische Laden am Belvedere, ich weiß nicht mal wie der heißt. Früher war das die "Christinenhöhe".
Kieler Parterre 8-(O)

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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von etl97 » Do 25. Feb 2021, 10:22

diaet hat geschrieben:
Do 25. Feb 2021, 09:29
Egon Olsen hat geschrieben:
Do 25. Feb 2021, 09:15
Na gut, noch der komische Laden am Belvedere, ich weiß nicht mal wie der heißt. Früher war das die "Christinenhöhe".
Kieler Parterre 8-(O)
Top Laden mit sehr netter Wirtin!

Einziges kleines Manko...

Raucherkneipe , aber das nimmt man dann zur Not in Kauf :mrgreen:

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KSV-Jannis
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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von KSV-Jannis » Do 25. Feb 2021, 19:40

Es muss noch viel mehr solche Kneipen geben.

So mal wieder ein qualitäts Roman von meiner Seite: :-D ;)

Ich stell mir gerade vor wie das früher in den 50er und 60er war, wo das Stadion ohne Dach war und trotzdem über 20.000 zum Stadion pilgerten. Ohne Schnellstraße, Bundesstraße usw... waren die Menschen damals auch so sensibel oder einfach flexibler? Ich denke eher zweites. Sicherlich gab es damals weniger Autos aber auch weniger Autobahnen und Bundesstraßen, so gesehen gleicht sich das aus und ist für mich kein ausschlagebendes Argument.
In meinem Holstein-Stadion Artikel habe ich Bilder vom Stadtarchiv eingefügt und dort sieht man gut, das der Stadionvorplatz auch dichtgeparkt war. In der Bildgalerie, einfach durchklicken (Foto 1967):https://de.wikipedia.org/wiki/Holstein- ... 80%932006)

Die Menschen sind heute vllt gehetzter, obwohl ihnen viel mehr durch technische Errungenschaften zuhause die Arbeit abgenommen wird und man viel mehr Freizeit hat im vergleich zu damals. Naja komplexes Thema, für mich hat das was mit Prioritäten zu tun und wenn man zum Spiel will und entspannt ist, dann kommt man auch locker hin, egal wie, es gibt immer einen Weg und man sollte die Lage nicht überdramatisieren.
Wenn es Zeitzeugen gibt, gerne her mit den Berichten wie es damals war und ob damals auch gemeckert wurde über die Anbindungen und das drumherum. In den 70er, 80er und 90er waren die Zuschauerschnitte ja eher mauer im Vergleich zur Oberliga Nord Zeit von 1947-1963, wo des Öfteren die 20.000 geknackt wurden. Damals sind denke ich so mind. 50% zu Fuß zum Stadion und die wenigsten mit Straßenbahn oder Auto zum Stadion gefahren. Back to the roots, sowas hat mehr flair, charm und romantik meiner Meinung nach und ist erstrebenswerter als immer dem Auto die vorfahrt bei allem zu geben. Da wurde in den 70er Jahren städtebaulich so viel Mist gebaut, das Städte ihre Seele verloren haben. Vllt ein bisschen überdramatisch ausgedrückt, aber es gibt genug Dokus über Bausünden der Nachkriegszeit und ihren negativen Effekt auf den Menschen, nur um dem Auto alles gerecht zu machen. Die Zeiten sind vorbei und das Auto gehört nicht mehr an erster Stelle bei innerstädtischen Großprojekten. Was nicht heisst, das es völlig unter dem Tisch gehört, nur es ist nicht mehr erste Priorität. Das Beispiel Mainz zeigt ja, wie das neue autofreundliche Stadion der Atmosphäre an dynamik genommen hat und kluge, moderne Städtebauer, handeln so wie ich es beschrieben habe, mehr Platz für den Menschen, weniger für das Auto. Das ist State of the Art und ich finde man sollte sich nicht zu viele Sorgen machen und dem Auto nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken, als es ohnehin schon hat.

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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von Jupp » Do 25. Feb 2021, 21:16

Naja, ohne Verkehrskonzept wird hier gar nichts genehmigt. Da kann Jannis träumen wie er will. Immer Schritt für Schritt. Ich wüsste gern, wer dieses Konzept entwirft und wer es dann genehmigt.
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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von Egon Olsen » Fr 26. Feb 2021, 07:12

Jannis, es ist heute auch state of the art, dass Stadionneu- oder -umbauten mit einer Masse von Problemen, die es so früher nicht gab, einhergehen. Neubauten in städtischer Lage, das bekommst du heute nicht mehr hin. Da sind die Gegner Legion. Daher bist du gezwungen, mit Neubauten an die Stadtränder oder gar in die Wallachei auszuweichen. Du hast Mainz benannt, ich füge Augsburg hinzu. Ich sehe es hier in Berlin: Hertha kommt mit ihren Plänen nicht voran. Gegner und Bedenkenträger wohin man schaut. Hertha wird nicht umhin kommen, an den Stadtrand oder gar nach Brandenburg zu gehen. Weiteres Beispiel Berlin: Der vorgesehene Neu- oder Umbau des Jahnsportparks. Der liegt nun wirklich sehr zentral und umfasst nicht nur das Stadion, sondern auch eine Reihe von weiteren Plätzen und Sportanlagen. Das ganze Projekt wird jetzt bereits zerredet bis zum Gehtnichtmehr. Jeder fühlt sich berufen seinen Senf dazuzugeben. Den Gaul halte ich schon jetzt für tot.
Und daher kann ich mir nicht vorstellen, dass deine Vorstellung von regem fußballaffinen Leben rund um das Stadion Realität wird. Die Anwohner werden sich freuen, wenn bei ihnen eine Kneipenmeile etabliert werden soll. Denk mal bloß an den Zirkus, als nur das Flutlicht auf den state of the art gebracht wurde...
So etwas wie in Madrid, wo das Santiago Bernabeu direkt in der City an der größten innerstädtischen Magistrale, dem Paseo de la Castellana, liegt, würde heute nie im Leben mehr entstehen, jedenfalls nicht in Deutschland.

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KSV-Jannis
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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von KSV-Jannis » Fr 26. Feb 2021, 08:54

Ja das stimmt, guter qualitätsbeitrag von dir egon, ich merke wir sind auf ein Level und du kannst auch roman und bist nicht im Einzeileruniversum gefangen wie so manch anderer. ;)

Ich mach mal weiter mit Recht haben....
Das was du vorraussagst, das sowas heute nie mehr im Leben passieren würde, sehe ich auch so, deshalb ist es ja von Vorteil, das sich der Verein und die Stadt durch hoch inteligente multirationale Weitsicht, für den selben Standort entschieden haben mit all seinen natürlichen Hindernissen. Solch ein Grundstück kosten ja heutzutage in innerstädtischer Lage fast mehr als der Stadionbau selbst. Altona 93 hat ja seins z.B. 2007 verkauft und verpeilt eine Wertsteigerungsklausel in den Kaufvertrag einzubauen, haben so 12 Millionen bekommen und heute ist die Lage schätze ich mal locker über 50 Millionen wert bei der Immobilienblase und Preisen in Hamburg. Blöd gelaufen. Bei uns gehört ja das Stadiongelände der Stadt und es ist bei weiten nicht so viel wert, aber trotzdem sehr attraktiv für die Uni z.B. für Studentenheime, welche ja auch mal angedacht waren in unmittelbarer direkter Nähe zum Stadion, aber vom Tisch sind seit 2016. Deshalb kann man froh sein, das wir nicht verjagt wurden aus kulturminderwertigen monetären Gründen, was pachtmäßig jederzeit möglich wäre und sollte positiv nach vorne schauen. Fußball ist für mich Kultur und die größte menschenverbindende Kunst der Welt, die ihren Platz braucht. Man würde ja auch nie ein Museum an der Autobahn bauen, sowas gehört in die Stadt.
Das Verkehrskonzept steht ja schon, auf den Bauplänen war ja eingezeichnet das es eine neue Zufahrt von der Projensdorfer gibt und der Rest kommt vom Westring. Das reicht. Der Rest kommt mit Rad, zu Fuß oder mit Bus, theoretisch vllt in so 20 Jahren mit der Straßenbahn die auch zur Uni fahren soll. Man kann schon heute völlig entspannt umsonst mit dem Bus zum Stadion, wer das nicht nutzt ist selber schuld und die anderen holen sich halt ein teures Ticket im neuen Parkhaus um ihr Statussymbol zu chauffieren und müssen so nicht auf die Bequemlichkeit verzichten. Der Rest der nicht auf das Auto verzichten kann, fährt in irgendein Parkhaus in Kiel oder parkt irgendwo in Kiel draußen an der frischen Luft, ja auch das ist unkompliziert möglich und fährt den Rest mit Bus oder zu Fuß. Fertig und easy going.

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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von Jupp » Fr 26. Feb 2021, 10:23

Ich geb den Verkehrsplanern mal deine Nummer!
Die zerbrechen sich gerade nämlich den Kopf, ein tragfähiges, sinnvolles, umweltkonformes und mehrheitsfähiges Verkehrskonzept zu erstellen...
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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von PavelDobry » Fr 26. Feb 2021, 11:42

Er ist Experte für alles, wie er bereits sagte, Macher und kein Schnacker, versteh es doch bitte! 😉

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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von Egon Olsen » Fr 26. Feb 2021, 20:57

@ Jannis:

Der ganze Kfz-Verkehr wird doch ausschließlich über die Projendorfer Straße und zwar von oben her abgewickelt werden, wenn die Straße zwischen Stadion und Hochhaus wie bisher immer abgeriegelt wird. Direkt vom Westring wird es dann mangels Platz auch gar keine Zufahrt mehr geben können, wenn ich das, was ich bisher vernehme, richtig interpretiere.
Da wäre ich dann wieder bei meinem Post Nr. 2635:
Die Anfahrt zum Stadion wird doch so oder so eine Odyssee durch den Norden Kiels. Wird die Projensdorfer Straße bei den Spielen wie es bisher auch ist weiterhin gesperrt, muss man innerstädtisch über Holtenauer oder Feldstraße bis Mercatorstraße bzw. Elendsredder. Kommt man auf dem Westring oder der B 76, geht es entweder bis zur Abfahrt Steenbeker Weg und dann über eben diesen oder, dritte Variante, B 503 bis zum Wiker Knoten, dort zur Holtenauer Straße hinunter und ebenfalls über Elendsredder zur Projensdorfer Straße.
Moderner, progressiver Zeitgeist hin oder her: Es wird nun mal immer noch reichlich Leute geben, die mit dem Auto kommen. Geht man von einer Parkhauskapazität von 1.200 Plätzen für Zuschauer aus (das war glaube ich die letzte Wasserstandsmeldung) und weiteren 100 bis 150 sonstig benötigten Fahrzeugen (Offizielle, Zulieferer, Polizei, Sanitäter, Medien und was weiß ich wer noch alles: Die sollen dann in einem relativ engen Zeitraum über die eine Zufahrt durch die Gärten ohne Probleme ein- und nach dem Spiel wieder herausgelotst werden? Naja, ich weiß nicht. Das hört sich doch arg optimistisch an.

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VIECH
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Re: Holstein-Stadion: laufender Betrieb

Beitrag von VIECH » Sa 27. Feb 2021, 10:26

etl97 hat geschrieben:
Do 25. Feb 2021, 06:58
Da muss Ich Jannis ja mal Recht geben...

Stadien in Wohngebieten haben immer einen tollen Charme.

Für mich auch im besonderen die britischen und diese schwinden ja leider auch immer mehr .

Bestes Beispiel das alte Highbury in London das Ich in seiner Pracht zum Glück noch erleben durfte.

Predrinking / Kneipenaction und Kulinarik gibt es ja leider seit Jahren nicht großartig im Umfeld...

Wäre schön wenn sich das etablieren würde .
Ich gebe da Jannis auch vollkommen recht. Bestes Beispiel die südlich gelegene Vorstadt Hamburg. Es gibt das Millerntor, charmant eingebettet ins Viertel und deren Menschen und es gibt die seelenlose Arena am Stadtrand passend gelegen neben der Müllverbrennungsanlage. :mrgreen:

Also ich weiß genau, welches Umfeld mir als Fan deutlich sympathischer ist.

Auf das Verkehrskonzept bin ich aber natürlich auch gespannt, dass wird wohl schon eine Herausforderung werden. Es bleibt interessant. :-smoke1
Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen. (Benjamin Franklin)

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